20 Jahre nach der Unabhängigkeit ist Montenegro heute das EU-Kandidatenland mit den am weitesten fortgeschrittenen Beitrittsverhandlungen. Als Verhandler und Berichterstatter der EVP im Europaparlament freue ich mich, dass der aktuelle Berichtsentwurf die großen Fortschritte des Landes bestätigt. Die Regierung unter Premierminister Milojko Spajić treibt den Beitrittsprozess mit großen Ambitionen voran – ein EU-Beitritt noch vor Sommer 2029 ist aus heutiger Sicht realistisch.
Montenegro ist eine europäische Erfolgsgeschichte: Das Land verwendet den Euro, nimmt am SEPA-Raum teil und ist ein verlässlicher NATO-Partner. Jetzt gilt es, die letzten Reformschritte konsequent umzusetzen – etwa bei Rechtsstaatlichkeit, Korruptionsbekämpfung und Medienfreiheit. Eine erfolgreiche EU-Erweiterung am Westbalkan liegt im Interesse Europas – wirtschaftlich, sicherheitspolitisch und zur Stärkung unserer gemeinsamen europäischen Werte.
