16. August 2012: Stillstand in der österreichischen Sportpolitik beenden!

Die derzeitige Diskussion über den österreichischen
Spitzensport, ausgelöst durch das schlechteste Abschneiden Österreichs bei
Olympischen Sommerspielen seit 1964 in Tokio, habe ich mit besonderem Interesse
verfolgt, da ich selbst als Sportstaatsekretär von 2006 bis 2008, Verantwortung
für diesen Bereich getragen habe.

In meiner damaligen Funktion als Sportstaatsekretär
verfasste ich ein 10 Punkte Programm für eine erfolgreiche österreichische
Sportzukunft, um eine weitere Professionalisierung der Strukturen im
Spitzensport sowie im Breiten- und Gesundheitsportbereich zu erreichen, nichts
wurde davon in den letzten 4 Jahren umgesetzt.

Die einzelnen Forderungen von 2008 lauteten:

1.) Spitzensport
stärken

2.) Breiten- und
Gesundheitssport spart Millionen an Gesundheitskosten

3.) Bewegung in
Kindergärten & Schulsport ausbauen

4.)
Behindertensport in Verbände eingliedern

5.)
Großsportveranstaltungen nutzen

6.) Kampf gegen
Doping weiterführen

7.) Frauensport
gezielt fördern

8.) Challenge08-
Nachfolgeprojekt für Fußballjugend

9.) Sport als
Mittel zur Integration nutzen

10.) Geld aus
Europa für den österreichischen Sport

Da in den letzten
vier Jahren Stillstand in der österreichischen Sportpolitik geherrscht hat,
sind diese Punkte meines Programmes leider noch immer aktuell.

Nachstehender
Kommentar von Gerald Pototschnig in der Kleinen Zeitung ( 14. August 2012)
unterstreicht meinen Wunsch, dass endlich etwas geschehen muss:

„Fehlschuss“

Reinhold Lopatka,
der Vorgänger von Minister Norbert Darabos als für den Sport Verantwortlicher
in der Bundesregierung, hat 2008 ein „Zehn-Punkte-Programm für eine
erfolgreiche österreichische Sportzukunft“ erstellt. Das elfseitige Papier
deckt sich eins zu eins mit dem, was Minister Darabos seit Tagen predigt. Mit
einer Zentralisierung der Spitzensportförderung, dem Ausbau von Kindergarten-
und Schulsport und dem Anti-Doping-Kampf an oberster Stelle.

Jetzt drängen
sich zwei Fragen auf: Schmückt sich Herr Darabos mit fremden Federn? Wenn ja,
warum hat er das nicht wenigstens schon vier Jahre früher gemacht?

Außer in der
Schweiz gibt es in ganz Europa kein einziges Land, in dem Landesverteidigung
und Sport bei ein und demselben Ministerium angesiedelt sind.

Norbert Darabos
hat sich das sehr schön ausgemalt. Mit Glanz von Medaillen wollte er von seinem
Schlamassel in der Heerespolitik ablenken. Tarnen und Täuschen quasi.

Aber stattdessen
hat Darabos nun zwei offene Baustellen. Der Schuss ist im wahrsten Sinn des
Wortes nach hinten losgegangen. (Kommentar Ende)

mit Kanzlergattin Martina Ludwig-Faymann beim Go for Gold Championslauf

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