Die Eröffnung der Segelkunstflug-Weltmeisterschaft (WM) im steirischen Niederöblarn war ein echtes Erlebnis. Zwar verpatzte uns das Wetter den Rundflug in dieser einzigartigen Wettkampfarena, die unter den Piloten zu Recht als Perle des Alpensegelfluges bezeichnet wird, aber Niederöblarn hat weit mehr zu bieten. Denn das Flug-Sportzentrum im Ennstal ist außergewöhnlich in Europa und der Welt. Denn ein Sportzentrum mit Flugplatz beziehungsweise ein Flugplatz mit Sportzentrum gibt es sonst nirgends.
Dem Traum vom Fliegen kommt man wohl nirgends so nah wie beim Segelflug. Das Flug-Sportzentrum Niederöblarn bietet darüber hinaus für diese Weltmeisterschaften eine spektakuläre Kulisse mit dem mächtigen Grimming. Es ist dies die weltweit einzige Segelkunstflug-WM im alpinen Raum. Mehr als 50 Piloten aus 11 Nationen und 5 Kontinenten nehmen daran Teil. Neben den Wettkämpfen wird aber auch dem Zuschauer – bis zu 20.000 Gäste werden bei schönem Wetter erwartet – ein einmaliges Rahmenprogramm geboten. So besteht unter anderem die Möglichkeit bei Rundflügen und Tandemsprüngen das Ennstal aus der „Vogelperspektive“ zu betrachten.
Es gibt in Österreich rund 4.000 Segelflugpiloten, die auf über 40 Flugplätzen diesen faszinierenden Sport ausüben. Mit den „Tollkühnen Männern in ihren fliegenden Kisten“ haben die Piloten bei der Segelkunstflug-WM einiges gemein. Denn es braucht viel Mut, wenn sie innerhalb eines imaginären Würfels, der 300 Meter über dem Boden beginnt und eine Seitenlänge von 1000 Meter aufweist, Loopings und Rollen in den Himmel malen. Aber gemäß dem fliegerischen Paradoxon – langsam und tief ist gefährlich, hoch und schnell ist sicher – ist der Segelkunstflug extrem sicher, weil die Piloten das Flugzeug in jeder Position voll beherrschen.
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Das österreichische Team ist dank Mitteln des „Top Sport Austria“-Programms des Bundeskanzleramts Staatssekretariat für Sport besser denn je vorbereitet, auch das Flugzeug ist zu 50 Prozent aus Top Sport-Geldern finanziert. Ich wünsche dem starken österreichischen Nationalteam – mit dem regierenden Vize-Europameister in der Kür Dietmar Poll und seinen Teamkollegen Ewald Roithner, Konrad Zeiler, Gregor Lampl, Siegfried Mayr, Christoph Schedler und Michael Mayer – alles Gute und wünsche allen Flugsportpiloten „Glück ab – Gut Land“.
Insgesamt haben nun 15 OSV-Schwimmer das Europameisterschafts-Limit für die Niederlande erreicht, müssen diese aber noch bei Schwimm-Meetings im Dezember und Februar bestätigen. Neben der wiedererstarkten Mirna Jukic gelten auch ihr Bruder Dinko, der ebenfalls einen OSV-Rekord markierte und zwei Endläufe erreichte, sowie die Kraul-Staffel Dominik Koll, David Brandl, Markus Rogan und Florian Janistyn als ernstzunehmende Olympia-Hoffnungen. Judoka Hilde Drexler wurde übrigens wie im Vorjahr Dritte der Studentenweltmeisterschaft und sorgte damit für die bereits achte österreichsiche Medaille. Die Studenten-Weltmeisterschaften dauern noch bis Samstag.
