30. April 2008: Fußball-Nachwuchs profitiert vom Turnverband

Mit dem Start der sportlichen Kooperation zwischen dem Österreichischen Fußball-Bund (ÖFB) und dem Österreichischen Fachverband für Turnen (ÖFT) beginnt eine hoffentlich fruchtbare Zusammenarbeit für Österreichs Nachwuchs-Fußball. Dieses einmalige Pilotprojekt zweier Fachverbände ist ein wichtiger Schritt für die Talenteförderung. Denn Turnen ist eine der vielseitigsten Individualsportarten, die auf einzigartige Weise die Grundbewegung jeder Sportart vereint. Diese Vielseitigkeit soll jetzt die Mannschaftssportart Fußball unterstützen.

ÖFB-Präsident Friedrich Stickler und ÖFT-Präsident Christian Katzlberger bei der Präsentation des Pilotprojekts zur Förderung und Ausbildung der Sportmotorik der heimischen Fußballtalente (C) GEPA pictures / Rene Stocker 

Das Pilotprojekt ÖFB – ÖFT ist auf zwei Jahre (2008/2009) anberaumt und wird vom Sportstaatssekretariat mit jährlich 70.000 Euro gefördert. Ziel des in Österreichs Sportlandschaft einzigartigen fachverbands- und sportartenübergreifenden Projekts ist die bestmögliche Förderung und Ausbildung der Sportmotorik der heimischen Fußballtalente. Bei der gemeinsamen Präsentation mit ÖFB-Präsident Friedrich Stickler und ÖFT-Präsident Christian Katzlberger führten die Turntrainer mit Spielern des LAZ Wien den Medien vor, mit welchem Programm sie in jedem Bundesland in einem Landesverbandsausbildungszentrum (LAZ) des ÖFB mitarbeiten, um Koordination, Kraft und Schnelligkeit der 10- bis 14-Jährigen Nachwuchsfußballer zu verbessern.

Nachwuchsspieler des LAZ bei der Demonstation des Programms das im Zuge des Pilotprojekts in den Zentren des ÖFB eingesetzt wird (C) HBF / Hans Hofer 

Es geht nicht darum, Fußballer zu Turnern zu machen, sondern darum, die Erkenntnisse aus dem Turnsport, der ebenso wie Leichtathletik oder Schwimmen eine Basissportart ist, in den für den Fußball brauchbaren athletischen Bereich zu adaptieren. Die Kooperation ÖFB-ÖFT wird wichtige Erfahrungen bringen, in wie weit zwei Sportarten Erkenntnisse aus der jeweils anderen annehmen. Wir nutzen das Knowhow der bewährten Landesausbildungszentren des ÖFB und das Fachwissen der Turntrainer im Bereich Grundlagentraining. Ich möchte den beiden Präsidenten des ÖFB und des ÖFT dafür danken, dass diese vielversprechende zustande gekommen ist.

www.oefb.at

www.oeft.at

29. April 2008: 25. Vienna City Marathon: Einzigartiges Lauferlebnis für mehr als 30.000 Laufbegeisterte

Mit einem Teilnehmerrekord von 30.072 Meldungen und dem Streckenrekord durch Abel Kirui von 2:07:38 Stunden haben wir am Sonntag wieder ein großes Marathonfest erlebt. Und es war ein einzigartiges Erlebnis, auf dem Fußballrasen der EURO 2008 ins Ziel zu laufen. Heuer habe ich die 42,195 Kilometer in der Staffel mit meinen Söhnen und einem Lauffreund zurückgelegt. Mit 2:45:07 haben wir eine tolle Zeit geschafft und uns somit die Latte für 2009 gelegt: 2009 muss die Endzeit unter 2:45:00 Stunden sein.

Nach der Marathon-Staffel mit seinen Söhnen und Hannes Riedenbauer beim diesjährigen Vienna City Marathon 2008 (C) Kronen Zeitung / Sportredaktion 

Von den über 30.000 Startern beim 25. Vienna City Marathon laufen übrigens nur 8.000 über die gesamte Marathonstrecke und davon nur wenige in hohem Renntempo. Bei einem Marathon und auch bei Volksläufen steht für die Masse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht die schnellste Zeit im Blickpunkt, sondern vor allem bei einem großartigen Gemeinschaftserlebnis mit Gleichgesinnten etwas für sich und seine Gesundheit zu tun. Und Laufen ist, das habe ich auch heuer wieder erfahren, eine einzigartige Bewegungsform, um Menschen und Orte kennen zu lernen. Denn Laufen soll vor allem Spaß machen. Wer nicht gern bei einer so großen Veranstaltung dabei ist, kann von früh morgens bis spät abends in der freien Natur allein oder in einer Gruppe jederzeit laufen. Es geht nicht darum, aus möglichst vielen Österreicherinnen und Österreichern Marathonläufer zu machen, sondern um regelmäßige Bewegung – sei es Nordic Walking, Bergwandern oder auch Laufen.

Unterstützung der Clean Clothes Kampagne "let's run fair" (C) HBF / Livio Srodic  

Beim Vienna City Marathon bin ich heuer im Dress der „Jungbauern“ unterwegs gewesen, um auf die gemeinsame Aktion des Sportstaatssekretariats mit dem FORUM LAND hinzuweisen. Die Gesundheits- und Bewegungsinitiative „Bewegungslandschaft“ stellt die Bedürfnisse der Jugendlichen in ländlichen Regionen in den Mittelpunkt und zielt auf ausgewogenen Ernährung und Maßnahmen gegen die berufsbedingte einseitige Bewegung ab. Nicht für die individuelle Fitness, sondern für faire Arbeitsbedingungen sind 853 Läuferinnen und Läufer beim VCM an den Start gegangen. Ich unterstütze die Aktion „Let’s run fair“ der Clean Clothes Kampagne, die sich weltweit für faire Arbeitsbedingungen und Löhne in der Sportartikelindustrie einsetzt. Sport darf nicht auf dem Rücken von Arbeiterinnen und Arbeitern ausgetragen werden. Ich bin der Überzeugung, dass Österreich Vorreiter sein muss, was die Förderung von fairen und ökologischen Produktionsbedingungen auf der ganzen Welt angeht. Besonders wichtig ist, dass sportbegeisterte Konsumentinnen und Konsumenten, wie hier beim Wien Marathon, genau diese Verantwortung einfordern, damit unfaire Arbeitsbedingungen endlich auf der Strecke bleiben.

www.cleanclothes.at

28. April 2008: Dialogbereitschaft Chinas mit dem Dalai Lama ist richtiger Weg!

100 Tage vor Beginn der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele in China habe ich den chinesischen Botschafter in Österreich, Ken WU, zu einem Gespräch über die sportlichen Beziehungen Österreichs mit China getroffen. Vor allem im Tischtennis und im Wintersport soll die Zusammenarbeit weiter ausgebaut werden. Wu sprach der Delegation des Österreichischen Olympischen Comités seine volle Unterstützung aus. Es ist als positiv zu werten, dass von China die Dialogbereitschaft mit dem Dalai Lama ausgesprochen worden ist. Das ist gut für den Sport.

Besuch des chinesischen Botschafters Ken WU im Büro des Sportstaatssekretärs (C) StS Sport 

Niemand hat das Recht, den Sportlerinnen und Sportlern abzuringen, dass sie nicht an den Olympischen Sommerspielen teilnehmen sollen. Der chinesische Botschafter sprach sich in der Tibet-Frage gegen eine „Politisierung und Missbrauch“ der Olympischen Spiele aus, „weil das zum Schaden der Sportlerinnen und Sportler führen könnte“. Die Möglichkeit für einen Dialog Chinas mit Vertretern des Dalai Lama sei „immer da gewesen“. Das sei aber keine Frage des Sports. „China hat lange auf Olympia gewartet, die Spiele sind wichtig für die weitere Entwicklung des Landes. Ich gehe davon aus, dass diese inner- und außerchinesisch ein großer Gewinn sein werden“, erklärte der Botschafter. Am Ende des freundschaftlichen Treffens stand meine Einladung an den chinesischen Botschafter Ken WU, am Freitag gemeinsam das Finale der European-Champions-League des SVS Niederösterreich gegen La Villette Charleroi zu besuchen.

27. April 2008: Mädchen und Frauen am Ball

Wir haben in Österreich ein gutes Potential für den Frauenfußball und sind auf einem guten Weg, aber noch lange nicht am Ziel. Heute war Steffi Jones, die Organisatorin der Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft 2011 zu Besuch in Wien. In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Frauenministerin Doris Bures und ÖFB-Präsident Friedrich Stickler haben wir Maßnahmen und Ziele für mehr Mädchen- und Frauen-Fußballsport präsentiert.

Bei der Pressekonferenz mit "2008 - Österreich am Ball"-Geschäftsführer Heinz Palme, OK-Chefin der Frauen-Fußball-WM 2011 Steffi Jones, Frauenministerin Doris Bures und ÖFB-Präsident DI Friedrich Stickler (C) HBF / Pusch 

Von den fast 600.000 im Fußballsport Aktiven in rund 2.200 österreichischen Vereinen sind nur zwei Prozent Frauen. Die Tendenz stimmt allerdings, so gibt es heute bereits 180 Frauenmannschaften, im Jahr 2002 waren es noch 63. Das ist aber noch zu wenig. Deswegen haben wir fünf Ziele definiert, wie wir bis 2015 mehr Mädchen und Frauen für das runde Leder begeistern werden:

  1. 10 Prozent Frauenanteil im österreichischen Fußball (entspricht dem FIFA-Schnitt)
  2. Schülerinnen-Fußballliga (SFL) mit mindestens 100 teilnehmenden Mannschaften ab dem Schuljahr 2008/09
  3. Zwei Akademien für Frauenfußball in Österreich – Unterstützung des ÖFB-Projektes
  4. WM-Qualifikation unseres Frauen-Nationalteams
  5. Wöchentliche Berichterstattung über die ÖFB-Frauenliga im ORF

Geschäftsführer Heinz Palme und OK-Chefin der Frauen-Fußball-WM 2011 Steffi Jones bei der Präsentation der fünf Ziele um bis 2015 mehr Mädchen und Frauen für Fußball zu begeistern (C) HBF / Pusch 

Vorbild ist natürlich Deutschland, das eine Frauen- und Mädchenanteil von 15,3 Prozent hat. Das drückt sich auch in den sportlichen Erfolgen aus. Deutschland ist amtierender Fußballweltmeister der Frauen. Gerade die UEFA EURO 2008 ist ein guter Anlass, um die Aufmerksamkeit auch auf den Frauenfußball zu richten. Ich möchte hier auch auf die Initiative der Bundesregierung „2008 – Österreich am Ball“ verweisen, über die mehrere Frauenprojekte im Vorfeld der Fußball-EM finanziert wurden. Zum Beispiel ein Mädchenfußballturnier mit dem Titel „Ich steh im Tor und er dahinter“ oder ein internationaler Profi-Schiedsrichterinnen Workshop in Österreich.

www.fussballverbindet.at

www.steffi-jones.de

www.fussball-wm-2011.net

26. April 2008: Bewegung in der Tibetfrage

„Olympia ist zwar kein Allheilmittel, aber es bringt Dinge in Bewegung, und wo Bewegung ist, gibt es auch Verbesserungen“, dieses Zitat des inhaftierten chinesischen Bürgerrechtlers Hu Jia bringt die Kraft und die Möglichkeit der Olympischen Bewegung in der Tibet-Frage auf den Punkt. Ich begrüße das Gesprächsangebot der chinesischen Regierung an Vertreter des Dalai Lama.

Den Worten müssen freilich auch Taten folgen. Die Rückkehr zum Dialog ist ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Es wäre großartig, wenn Olympia in der Frage Tibets und der Menschenrechte tatsächlich etwas bewegen könnte. Ich wünsche, dass sich die Hoffnung des Anfang März zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilten Pekinger Menschenrechtlers erfüllt. Und hoffe zudem, dass noch vor der Eröffnung der Sommerspiele in Menschenrechtsfragen merkbare Fortschritte erzielt werden können.

25. April 2008: Bewegung muss für unsere Kinder Teil des Alltags werden

Bewegung wirkt sich positiv auf unsere Leistungsfähigkeit aus. Bei Kindern hat Sport nachweislich positive Auswirkungen auf die physische und psychische Entwicklung und die Schulleistungen. Daher muss es uns allen ein Anliegen sein, dass für unsere Kinder und Jugendlichen die tägliche Bewegung ein Teil des Alltags wird. Das diesjährige „Fit für Österreich“-Forum im Haus des Sports stand ganz unter dem Motto „Kinder gesund bewegen“.

"Fit für Österreich-Forum 2008"-Moderator Peter Resitarits und Leiter des Institutes "Sicher Leben" Dr. Rupert Kisser (C) HBF / Pusch 

Der Fokus muss in den Kindergärten und Schulen, in den Vereinen und in der Familie stärker auf die sportliche Aktivierung von Kindern gelegt werden. In diesem Bereich gibt es größten Handlungsbedarf. Es ist fünf vor 12. Um tatsächlich etwas für die Gesundheit unserer Kinder zu bewegen, müssen alle relevanten Partner besser vernetzt zusammenarbeiten. Die Familie, der Kindergarten und die Schule spielen dabei als Vermittler von Bewegungslust eine zentrale Rolle. Mit der Initiative „Fit für Österreich“ ist es gelungen, das Bewusstsein für Bewegung in der Bevölkerung zu schärfen. Um noch vorhandene Barrieren zu überwinden, müssen alle Beteiligten an einem Strang ziehen – die „Fit für Österreich“-Koordinatoren, die Schulen, Verbände und Vereine sowie die Politik.

BSO-Präsident Peter Wittmann beim "Fit für Österreich-Forum 2008" (C) HBF / Pusch 

Hier gibt es dringenden Handlungsbedarf auf allen Ebenen: Die Politik ist dazu aufgerufen, die geeigneten Rahmenbedingungen zu schaffen. In den Volksschulen muss im Sportbereich vom Klassenlehrer- zum Fachlehrerprinzip übergegangen werden. Die Sportverbände sollen sich nicht nur auf den Spitzensport, sondern auch auf den Breitensport konzentrieren. Es ist höchste Zeit, aktiv zu werden. Wir sind alle gemeinsam massiv gefordert, wenn es um die Gesundheit unserer Kinder und ihre Freude an Bewegung geht.

www.fitfueroesterreich.at

24. April 2008: Girls’ Day: Frauenanteil in männerdominierten Sportarten erhöhen

Der Sport hat puncto Gleichberechtigung noch einen großen Nachholbedarf – vor allem in der österreichischen Sport- und Funktionärsstruktur und in vermeintlich typischen Männersportarten. Aufgrund dieser Situation ist es uns ein großes Anliegen, am heutigen Girls’ Day das Berufsfeld Sport und seine Chancen näher zu bringen.

Spitzenathletinnen und Trainerinnen informieren über Berufschancen für Mädchen im Sport (C) HBF / Livio Srodic 

Im Wiener Parhamergymnasium wartete heute auf die Schülerinnen ein vielfältiges Programm des Sportstaatssekretariats, das ihnen Berufe im Sportbereich näher bringen sollte. Über die „Womensport Goes School“ (WoGoS) – Projekte haben wir Trainerinnen und Trainer eingeladen, die den Mädchen Workshops, Mitmachstationen und Showtrainings anbieten. Hier konnten sie mehr über Aufgaben, Probleme und Möglichkeiten von Spitzenathletinnen und Trainerinnen aus erster Hand erfahren. Das Staatssekretariat für Sport fördert gezielt die Talentsuche, Aus- und Weiterbildung von Frauen in männerdominierten Sportarten wie Fußball, Radsport oder Eishockey. Dem WoGoS-Projekt – eine Kooperation von Sportfachverbänden, Vereinen, Schulen und der Universtiät Wien – sind dafür bisher 500.000 Euro zur Verfügung gestellt worden.

Großer Andrang bei den Schülerinnen und Schüler des Parhamergymnasium Wiens (C) HBF / Livio Srodic 

Wir wollen noch mehr Mädchen zum Sport bringen als bisher, um das große Ungleichgewicht zwischen Frauen und Männern erkennbar zu verringern und den Frauenanteil in männerdominierten Sportarten zu erhöhen. Gerade im Fußball hinkt Österreich beim Frauenanteil hinter anderen Länder her: Hierzulande beträgt der Frauenanteil im aktiven Fußballsport etwa 2 Prozent. Der FIFA-Schnitt beträgt zehn Prozent. Aber gerade auch auf der Funktionärs-, Führungs- und Trainerebene gibt es viel zu tun: Der Anteil an hauptberuflichen Trainerinnen bewegt sich in Österreich im einstelligen Prozentbereich. Und auch auf der Führungsebene sind Frauen selten zu finden. Nur in drei von den 59 anerkannten Fachverbänden stehen Frauen an der Spitze. Eine verstärkte Integration von Frauen in der dynamischen Sportstruktur ist daher unabdingbar.

Gruppenbild mit: Speed-Skaterin Elisabeth Schrenk (Weltmeisterin im Inlineskate-Downhill), ÖRSV-Direktor Werner Zenleser, Ass.Prof. Mag.Dr. Rosa Diketmüller vom Zentrum für Sportwissenschaft und Universitätssport, WoGoS-Projektleiterin Elisabeth Speiser und ÖRSV-Finanzreferentin Alexandra Bovenschen (C) HBF / Livio Srodic 

Dieses Jahr bieten im Rahmen des Girls’ Day insgesamt 13 Ministerien und Bundesdienststellen 25 Aktionen für Mädchen an. Ihnen soll damit die Gelegenheit geboten werden, jenseits von traditionellen Rollenbildern das Spektrum ihrer Berufswahl zu erweitern.

23. April 2008: Sport & Entwicklung Fußball für Straßenkinder

Entwicklungszusammenarbeit war mir schon immer ein besonderes Anliegen. Und gerade die Verbindung Sport und Entwicklungshilfe ist eine sehr spannende. Deswegen unterstütze ich das Projekt „Fußball für Straßenkinder“ in Ecuador auch aus voller Überzeugung. Unter dem Motto: „Mach mit beim größten Team der Welt“ lädt die Don Bosco Aktion „Jugend Eine Welt“ rund um die Fußball-Europameisterschaft (EURO) ein, sich für das Projekt „Fußball für Straßenkinder“ zu engagieren.

Einweihung des "Riesen-Wuzzlers" mit EURO-Pfarrer Christoph Pelczar, "Jugend Eine Welt"-Geschäftsführer Reinhard Heiserer und Toni Polster bei der Pressekonferenz (C) GEPA pictures / Günter Artinger 

Diese Woche war der Ankick dafür mit Toni Polster und EURO- Pfarrer Christoph Pelczar. Ich bin gerne Mitglied im „größten Team der Welt“ weil Sport & Entwicklung ein Schwerpunkt dieser Bundesregierung ist. Jährlich fördern wir Sport-Projekte im Entwicklungshilfebereich mit 80.000,– Euro. Sport kann Unglaubliches in Entwicklungsländern leisten, weil er Kinder von den Straßen holt und auf einen positiven Lebensweg bringt. Gerade bei Projekten in so genannten 3.Welt-Ländern kann man mit verhältnismäßig wenig Geld viel erreichen. Neben der Öffentlichen Hand, also der Politik, und glaubwürdigen NGOs braucht man aber auch die Unterstützung aus dem Sport durch Idole wie Toni Polster. Ich möchte der Don Bosco Aktion „Jugend eine Welt“ ganz herzlich für die vielen Projekte und Initiativen danken, die sie in den letzten Jahren auf die Beine gestellt haben. Ich denke an das Sport-Präventiv Projekt für Jugendliche in Guatemala oder an die Aktion „www.kickfair.at“ mit fairen Fußbällen und T-Shirts.

Vorstellung des Entwicklungshilfe-Projekts "Fußball für Straßenkinder" eine Initiative von "Jugend Eine Welt" mit den Unterstützern der 1. Stunde (C) HBF / Pusch 

Seitens der Bundesregierung machen wir aber nicht nur österreichische Entwicklungshilfeprojekte möglich. Durch die Mitgliedschaft in der UNO-Gruppe „Sport for Developement and Peace“ arbeiten wir eng mit anderen Staaten an Konzepten und Projekten, um die Armut in der Welt gerade auch durch Sportprojekte zu verringern. Zudem versuchen wir auf europäischer Ebene einiges gemeinsam auf die Beine zu stellen. Im Weißbuch der EU ist Sport erstmals ausdrücklich als Mittel zur Entwicklungshilfe erwähnt und als Aufgabe der Kommission erkant worden. „Jugend eine Welt“ war auch hier Vorreiter und hat sich bereits sieben Jahre vor der EU explizit mit diesem Thema befasst und ist ein glaubwürdiger und starker Partner in diesem Bereich. Gerade der Fußball ist weltumspannend und eignet sich sehr gut, jungen Menschen eine Perspektive zu geben. Don Bosco wird auch bei der EURO sichtbar sein und hunderttausende Menschen mit ihrem Riesen-Wuzzler bei der Public Viewing-Area in Wien auf dieses wichtige Anliegen aufmerksam machen.

22. April 2008: Bootstaufe des Olympia-Zweiers "Beijing"

Etwas mehr als 100 Tage vor den Olympischen Spielen in China habe ich mit dem chinesischen Botschafter Ken WU die „Beijing„, den Leichtgewichts-Doppelzweier des Österreichischen Ruderverbandes (ÖRV), getauft. Das Boot wird von der Bundesregierung über TOP SPORT AUSTRIA gefördert und ist Ausdruck unserer Unterstützung, um den ÖRV sportlich wieder dorthin zu bringen, wo er einst war.

Bootstaufe auf den Namen "Beijing" mit dem chinesischen Botschafter Ken WU (C) HBF / Andreas Wenzel 

Die letzte olympische Medaille von Arnold Jonke/Christoph Zerbst im Doppelzweier ist bereits 16 Jahre her. Nach Trennung des ÖRV-Topduos Sebastian Sageder/Juliusz Madecki am Wochenende hat der Ruderverband zwar einen Quotenplatz für Peking, allerdings keine Mannschaft für den Doppelzweier. Jetzt gilt es, bei den Weltcups in München (9.-11.5.) und Luzern (30.5.-1.6.) die B-Norm des ÖOC (Top-9-Platz) zu erfüllen. Bei der Taufe waren die beiden U23-Nachwuchshoffnungen Paul Ruttmann/Dominik Sigl dabei, die zuletzt mit ihrer Silbermedaille bei der U23-WM in Schottland aufhorchen ließen. Allerdings im Leichtgewicht-Vierer ohne Steuermann. Aus sportlicher Sicht hat noch der der Einer mit Ralf Kreibich gute Chancen, sich für Olympia zu qualifizieren.

Der auf den Namen "Beijing" getaufte Leichtgewichts-Doppelzweier des Österreichischen Ruderverbandes (C) HBF / Andreas Wenzel 

Abseits der Olympia-Vorbereitung wird Oberösterreich vom 20.- 27.Juli Juli mit der WM in Linz-Ottensheim zum Mekka der Ruderwelt. Bei den Weltmeisterschaften für Junioren und Senioren (Allgemeine Klasse) auf der Regattastrecke in Ottensheim wird allerdings in keinen olympischen Bootsklassen gerudert. Bisher 1.500 angemeldete Athleten aus 60 Nationen versprechen aber ein hochkarätiges Teilnehmerfeld. Gerade im Nachwuchsbereich haben die österreichischen RuderInnen in jüngster Zeit schon mehrfach aufgezeigt. Daher hat der ÖRV seit Jahresbeginn mit dem Deutschen Klaus-Dieter Stecker einen neuen Verbandstrainer für den Männer- und Juniorenbereich gewonnen. Sein mittelfristiges Ziel ist der Aufbau einer schlagkräftigen Mannschaft für Olympia 2012 in London.

21. April 2008: Götschl und Schwab steirische "Sportler des Jahres"

2008 wird mit der Fußball-Europameisterschaft und den Olympischen und Paralympischen Spielen in Peking ein Supersportjahr. Die EURO 2008 wird ein „Fest des Sports und der Jugend“, das wir nachhaltig für Sport-Begeisterung nutzen werden. Die sportlichen Erfolge unserer großartigen steirischen Athletinnen und Athleten haben bereits im vergangenen Jahr für positive Emotionen gesorgt und tausende Jugendliche dazu gebracht, ihren sportlichen Idolen nachzueifern. Die „Gala Nacht des Sports“ ist ein schöner Anlass, den Sportlern, Behinderten- und Nachwuchssportlern, Trainern und Mannschaften des Jahres Dank zu sagen.

Die Sportler des Jahres 2007: Renate Götschl und Gernot Schwab bei der Übernahme des Preises von Sportlandesrat Manfred Wegscheider und Sportstaatssekretär Reinhold Lopatka (C) GEPA pictures / Hans Oberländer 

Unsere heimischen Sportler sind Vorbilder für die Jugend, indem sie unserem Sportnachwuchs zeigen, wie man mit Fleiß, Talent und Motivation an die Weltspitze kommt. Einen wichtigen Grundstein für diese Erfolge legt die Österreichische Sporthilfe. Der Erlös dieser Veranstaltung in Höhe von 30.000 Euro kommt dem Nachwuchssport zu Gute. And the winner is: Skirennläuferin Renate Götschl und Naturbahnrodler Gernot Schwab sind bei der „Galanacht des Sports 2008“ in der Grazer Helmut-List-Halle zu den steirischen „Sportlern des Jahres 2007“ gekürt worden.

Die Nachwuchssportler des Jahres 2007: Jürgen Trummer und Anna-Maria Heil beim Siegerfoto (C) GEPA pictures / Rene Stocker 

Renate Götschl wurde bereits zum fünften Mal mit dem „Bronzenen Diskuswerfer“ ausgezeichnet. Für Naturbahn-Rodler Gernot Schwab war es hingegen eine Premiere. Gert Ehn (Ski Alpin) und Hertha Almer (Badminton) erhielten die Titel für die Trainer des Jahres. Philipp Perchtold und Barbara Sablatnig wurden zu den besten Behindertensportlern gewählt. Den Ehrenpreis erhielt das Volleyballteam TSV Sparkasse Hartberg. Die Auszeichnung bei den Teams holte sich die Tanzfabrik Graz, die im Juni zur WM nach Kanada fährt und an diesem Abend auch im Showprogramm begeisterte.