29. Juni 2007: Bedeutung des Sport in der EU stärken

Mit der Initiative für das Weißbuch Sport, welches die europäische Kommission im Juli vorlegen wird, erhält der Sport auch auf europäischer Ebene jene Bedeutung, die ihm in den Mitgliedstaaten jetzt schon zukommt. In einem Pressegespräch mit dem Europaabgeordneten, Vizepräsident der EVP-ED-Fraktion, Othmar Karas, konnten wir den Journalisten bereits erste Details und unsere Beurteilung darlegen.

Insgesamt trägt das Weißbuch dem Sport als wichtigen sozialen, pädagogischen, wirtschaftlichen, aber auch gesundheitspolitischen Faktor Rechnung. Sport darf aber nicht Gegenstand direkter EU-Politik werden, er soll vielmehr als Querschnittsmaterie von den EU-Politikfeldern Gesundheit-, Bildungs-, Forschungs- und der Integrationspolitik berücksichtigt werden, also bei jedem EU-Ministertreffen, egal zu welchem dieser Themen, als Tagesordnungspunkt behandelt werden. Trotz Europäisierung muss natürlich die Autonomie der Verbände erhalten bleiben, damit diese auch in Zukunft das Kernelement der Organisation des Sports bleibt. Aus heutiger Sicht ist das Weißbuch eine wichtige Initiative zur Stärkung des Sports in seiner vielschichtigen Bedeutung in der EU-Politik.

Gemeinsam mit Othmar Karas wollen wir die Bedeutung des Sport in der EU stärken (C) HBF / Peter Lechner 

Aus österreichischer Sicht ist es jedenfalls erfreulich, dass wesentliche Anliegen und Impulse der österreichischen Ratspräsidentschaft wie der Themenkomplex „Sport und Entwicklungspolitik“ und die Forderung nach einem „Satellitenkonto Sport“ Eingang in das Weißbuch gefunden haben. Einziger wirklicher Kritikpunkt ist, dass Sport im europäischen Haushalt unberücksichtigt bleibt und in keiner einzigen Zeile erwähnt wird. Schwerpunkt des Journalisteninteresses lag natürlich auf der europäischen Initiative zum Anti-Doping-Kampf. Ich stehe diesbezüglich schon mit der kommenden EU-Ratspräsidentschaft Portugal und meinem dortigen Kollegen Laurentino Dias in Kontakt. Um den europäischen Kampf gegen Doping zu intensivieren, müssen wir beim nächsten Treffen der EU-Sportminister im Oktober die Diskussion über eine engere Koordinierung der nationalen Anti-Doping-Regeln als zentrale Zukunftsfrage der europäischen Sportpolitik auf die Tagesordnung setzen. Als Grundlage für diese Diskussion habe ich Dias eine vergleichende Studie über die Anti-Doping-Gesetzgebungen der Mitgliedsstaaten vorgeschlagen. Gleichzeitig hat Othmar Karas eine schriftliche Anfrage an die Europäische Kommission eingebracht, mit welcher er meine Initiative zur Förderung der Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten auf dem Gebiet der Anti-Doping-Politik unterstützt. Ein erfolgreicher europäischer Kampf gegen Doping muss das Anliegen aller EU-Institutionen sein.

28. Juni 2007: Unsere Schulen bekommen Fitnessprogramm!

Unsere Kinder sind die Zielgruppe der Zukunft was Bewegung, Ernährung und Sport betrifft. Aus diesem Grund verstärken wir die Maßnahmen des Staatssekretariats für Sport gerade im Bereich der Volksschulen und Kindergärten. Bei meinem Besuch der Volksschule (VS) Perchtoldsdorf in Niederösterreich konnte ich hautnah erleben, wie viel Spaß Kindern Bewegung macht. Die „Biovitale Schule“ Perchtoldsdorf ist das beste Beispiel dafür, was eine ganzheitliche Lebensweise schon ab dem Kindesalter bewirken kann und wie fruchtbar die Kooperation Schule und Sportverein ist.

Das Pilot-Projekt „Biovitale Schule“ verfolgt ein ganzheitliches Konzept zur Gesundheitsförderung in der Volksschulgemeinde Perchtoldsdorf unter der Berücksichtigung ganzheitlicher integrativer Maßnahmen mit dem Schwerpunkt Bewegung, Ernährung und Vorsorge. Diese Gemeinschaftskooperation der gesundheitsorientierten Bewegungsinitiative des Bundeskanzleramts „Fit für Österreich“, des „Fonds Gesundes Österreich“ und der Gemeinde Perchtoldsdorf – bravourös verwirklicht von den Lehrern, Schülern und der Sportunion – hat aufgezeigt, wie Kinder spielerisch befähigt werden, sich nachhaltig eine gesunde Lebensführung anzueignen. Die Kinder berichteten mir stolz von ihren persönlichen Erfolgen. So konnte ein Schüler durch verstärkte Bewegung und bewusste Ernährung zehn Kilo abnehmen. Ein Mädchen erzählte, wie sie durch die Initiative auch das Leben ihrer Eltern umstellte.

Der VS-Direktorin durfte ich ein kleines Zeichen der Anerkennung für ihren Einsatz überreichen. Darüber hinaus konnte ich die 3a der Volksschule Sebastian-Kneipp-Gasse als UGOTCHI-Siegerklasse des Bundeswettbewerbes „Punkten mit Klasse“ auszeichnen. Insgesamt haben sich über 40.000 Volksschulkinder in 1.680 Klassen in allen Bundesländern an der von der Sportunion durchgeführten Bewegungs-Initiative beteiligt und gewonnen. Für sie geht es im Sommer ab ins UGOTCHI-Camp nach Niederöblarn. Die Verstärkung der Kooperation zwischen Kindergärten, Schulen und Sportvereinen ist der zweite Bewegungsschwerpunkt des Staatssekretariats für Sport. Nach der „Fit für Österreich“-Kampagne im Sommer und Herbst werden wir ab Jänner 2008 die Erfahrungen und Leistungen aus diesen und weiteren erfolgreichen Pilotprojekten einfließen lassen. Hier möchte ich exemplarisch die Projekte „Ganz schön stark“ (Sportunion), „Die kleine Speckmaus“ und „Kids in Motion“ (ASVÖ) sowie „Hopsi Hopper“ (ASKÖ) nennen. Ziel ist die Förderung von Bewegung und Sport zum effektivsten Zeitpunkt, um Kinder zu lebenslanger Bewegung und bewusster Ernährung zu erziehen, denn im Kindergarten- und Volksschulalter wird der Grundstein für die weitere körperliche Entwicklung gesetzt. Seitens des Bundeskanzleramtes werden ab 2008 speziell für den Kindergarten- und Schulbereich 1,8 Millionen Euro zusätzlich investiert. Insgesamt stehen uns damit 3,5 Millionen Euro für solche innovativen Kooperationen zur Verfügung. Das Geld ist gut angelegt, denn ein Euro in den Bewegung und Sport investiert, spart drei Euro an Gesundheitsfolgekosten.

27. Juni 2007: Schülerliga ist Vorbild

Als Steirer habe ich mich heute besonders über den Sieg der SHS Weiz im Finale der 32. Bundesmeisterschaft der Fußball-Schülerliga gefreut. Mit einem 3 zu 0 setzten sich die Weizer gegen die Wiener Schule BRG BORG Polgarstraße durch. Bereits zum achten Mal holte eine steirische Schülermannschaft den begehrten Titel. Damit ist mein Heimatbundesland das erfolgreichste Bundesland.

Als Sportstaatssekretär freue ich mich aber vor allem über die Vorbildfunktion der Fußball-Schülerliga auch für andere Sport-Bereiche. In den letzten 32 Jahren haben insgesamt 370.000 Schüler daran teilgenommen. Damit unterstreicht die Bundesmeisterschaft ihre Bedeutung als wichtige Nachwuchs-Veranstaltung.

Bei der Siegerehrung im Wiener Franz-Horr-Stadion konnte Marcel Sabitzer groß abräumen. Der Weizer mit dem großen Namen avancierte mit zwei Treffern nicht nur zum Matchwinner des Finales, sondern wurde mit insgesamt 5 Treffern auch Torschützenkönig des Turniers. Ich bin fest davon überzeugt, dass der große Wunsch von Marcel, nämlich irgendwann in der Bundesliga spielen zu können, bald in Erfüllung gehen wird. Sein Vater Herfried kann ihm da nur Vorbild sein, der hat es ja sogar bis ins Nationalteam geschafft.

Mit dem Torschützenkönig Marcel Sabitzer (C) GEPA pictures / Mario Kneisl

26. Juni 2007: Endspurt im Zielsprint

Acht Tage vor der großen Entscheidung um die Vergabe der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2014, auf die wir mehr als zwei Jahre hingearbeitet haben, hat die Bundesregierung heute gemeinsam mit dem Bundespräsidenten und den Verantwortlichen von Salzburg 2014 nochmals ihre Unterstützung für die österreichische Bewerbung deutlich gemacht. Wir sind optimistisch und zuversichtlich, dass die Salzburger Kandidatur den Zuschlag erhält.

Österreich hält sich im Konzert mit den großen Wirtschaftsnationen Russland und Südkorea hervorragend. Auch als kleines Land müssen wir uns nicht verstecken. Wir haben ein sicheres, sozial stabiles und umweltbewusstes Umfeld. Das ist der große Vorteil Österreichs für die Austragung der Spiele. Wir sind für den Endspurt im Zielsprint gut aufgestellt. Olympische und Paralympische Spiele in Salzburg sind eine Investition in die Zukunft des ganzen Landes. Das Budget ist mehrfach von weltweit anerkannten Experten überprüft, für realistisch und für durchführbar befunden worden. Natürlich hat die Bundesregierung auch die entscheidenden Schritte hinsichtlich finanzieller Garantien und Finanzierung eingeleitet. Die positiven wirtschaftlichen Effekte – das Institut für höhere Studien rechnet mit über 13.500 Vollarbeitsplätzen sowie Teilzeitjobs durch die Organisation der Olympischen und Paralympischen Winterspiele –übertreffen allein die Abgaben und Steuereinnahmen die Investitionen. Zwar würden bis zum Jahr 2014 etwa 900 Millionen Euro investiert werden, die Werbung dafür ist aber unbezahlbar.

Verabschiedung der Olympia-Delagation (C) HBF / Peter Lechner 

Es geht um viel. Neben der politischen und wirtschaftlichen Bedeutung für Österreich und der breiten Unterstützung in ganz Österreich, liegen mir die Anti-Doping-Maßnahmen in Österreich und der Behindertensport am Herzen. Um die Nachwehen von Turin in den Griff zu bekommen, hat die Politik richtig reagiert und rasch eines der wohl strengsten Anti-Doping-Gesetze der Welt mit den Stimmen aller Parteien verabschiedet. Wir haben die UN (United Nations)-Konvention gegen Doping ratifiziert, das Budget für die Doping-Bekämpfung nahezu verdoppelt und eine nationale Anti-Doping Agentur gegründet, die noch effektiver arbeiten wird, als es die Verbände bis jetzt konnten. Zum Behindertensport: Ein Medaillengewinn bei Olympischen Spielen ist der größte Erfolg und Höhepunkt der sportlichen Karriere aller Athletinnen und Athleten – egal ob Behinderten oder Nichtbehinderten. Mit der Änderung des Bundes-Sportförderungsgesetzes 2003 wurde ein großer Schritt zur Gleichstellung im Sport vollzogen. Seit 2001 gibt es eine Vereinbarung mit dem Internationalen Olympischen Comité (IOC) und dem Internationalen Paralympischen Comité (IPC), wonach die Paralympics immer 10 Tage nach den Olympischen Spielen, am gleichen Ort stattfinden. Dieses gute Klima für den Behindertensport würden auch alle Paralympischen Athletinnen und Athleten bei den Paralympics 2014 in Salzburg spüren. Ich glaube, Salzburg 2014 ist auf einem guten Weg. Im Endspurt muss es uns gelingen, all die Vorzüge der Bewerbung zu kommunizieren. Salzburg ist der bestens geeignete Kandidat, um ein echtes Olympisches Winterfest zu feiern.

25. Juni 2007: Initiativen im Behindertensport brauchen auch Unterstützung durch das Sozialressort

Die neuen Initiativen von Special Olympics Österreich (SOÖ) zur Förderung von Bewegung und Sport sowie sozialer Integration in den Vereinen und Schulen zu verstärken sind sehr zu begrüßen. Ich bin fest davon überzeugt, dass sportliche Aktivitäten Veränderungen und Stärke im Leben von behinderten wie nicht-behinderten Athletinnen und Athleten auslösen, die weit ins berufliche, soziale oder familiäre Umfeld reichen. Neben der Vorbereitung und Durchführung der Groß-Veranstaltungen wie den Familientagen 2007 in Schladming, den Weltsommerspielen 2007 in Shanghai sowie den nationalen Winterspielen mit internationaler Beteiligung 2008 in Innsbruck und dem European Special Olympics Footballcup 2008 in Vorarlberg plant Special Olympics eine programmatische Weiterentwicklung.

Im Pressegespräch mit Special Olympics Österreich-Präsident Hermann Kröll konnten wir einige Vorhaben präsentieren, die vom Ausbau der Bewegungsprogramme, der Intensivierung der Familien- und Gesundheitsprogramme sowie der Integrationsprogramme im Schulbereich reichen. Laut SOÖ-Präsident Kröll sollen mittelfristig 50 Prozent der potentiellen Sportlerinnen und Sportler erreicht werden. Derzeit sind es 32 Prozent, von denen sich nur die Hälfte regelmäßig an Wettkämpfen in 25 verschiedenen offiziellen Sportarten beteiligt. Getreu dem Motto „Lasst mich gewinnen! Wenn ich nicht gewinnen kann, so lass es mich mutig versuchen!“ kämpfen 7.400 österreichische Special Olympics-Athletinnen und Athleten bei nationalen und internationalen Wettkämpfen um Medaillen und Anerkennung. Daneben will sich SOÖ über den Sport vermehrt in Vereine und Schulen einbringen.

Special Olympics Österreich Präsident Hermann Kröll und StS Lopatka bei der Pressekonferenz (C) GEPA pictures/Philipp Schalber 

Mit der Änderung des Bundessportförderungsgesetzes 2003 ist ein großer Schritt zur Gleichstellung im Sport vollzogen worden. Vom Gesetzgeber wurde die Basis für eine Grund- und Breitensportförderung des Behindertensportverbandes geschaffen. Die Jahressubvention vom Bundeskanzleramt (BKA) wurde von 370.000 Euro (2002) auf rund 770.000 Euro im Jahr 2007 erhöht. Darüber hinaus verfügt der Behindertensport mit dem auf zwei Millionen Euro dotierten „Fonds zur Förderung des Behindertensports“ (FFBS) über Mittel zur gezielten Vorbereitung auf Olympische und Paralympische Spiele und zur Förderung von Projekten von Special Olympics Österreich. Special Olympics bekommt zusätzlich über 61.000 Euro jährlich an besonderer Bundes-Sportförderung. In den Jahren 2006, 2007 und 2008 wurde SOÖ im Rahmen von innovativen Maßnahmen zum Projekt „Sport ist der Weg zur Integration“ jährlich in der Höhe von 25.000 Euro durch das BKA gefördert. Ich erwarte mir in Zukunft im Gegensatz zu bisher eine jährliche fixierte Unterstützung durch den Sozialminister, gerade um die Bewegungs- und Sportprogramme auszubauen sowie offene Sportangebote in Zusammenarbeit mit den Trägerorganisationen zu intensivieren. Unter anderem plant Special Olympics Österreich, die so genannten „SO GET INTO IT„-Programme im Schulbereich sowie die Familien- und Gesundheitsprogramme zu intensivieren und durch den Ausbau der „UNIFIED„-Bewegungsaktionen, wo mental Behinderte mit Nichtbehinderten spielen, die integrativen Möglichkeiten für behinderte Menschen auf allen Ebenen erhöhen.

22. Juni 2007: Mehr Frauen für den Fußball begeistern

Der Frauenanteil im Österreichischen Fußball ist mit 1,8 Prozent viel zu gering, international liegt der Schnitt im zweistelligen Bereich. Hier zeigt sich deutlich der Handlungsbedarf, den der Österreichische Fußball zu leisten hat.

Mit meinem Besuch beim morgigen ÖFB-Frauen-Cup-Finale des SV Neulengbach gegen LUV Graz im Wiener Franz-Horr-Stadion will ich die Bedeutung des Frauenfußball unterstreichen. Seit 1992 steht auch der Frauencup unter der Obhut des ÖFB. Natürlich ist eine gleiche Teilhabe von Mädchen und Frauen am Sport im Fußball unrealistisch, aber sie ist erklärtes Ziel unserer Sportförderung. Ich werde daher verstärkt für Frauen auch innerhalb der Verbände das Wort ergreifen. Daher setze er sich für stärkere Integration von Frauen in einer dynamischen Sportstruktur in allen Bereichen ein – in der Sportausübung, im Spitzensport, in der Sportorganisation. Hier setzen wir in den kommenden Jahren innerhalb der Verbände an, weil wir bei der Sportförderung das Geld an die Verbände weitergeben. Im Vorfeld der Förderung muss zukünftig bekannt geben werden, was zusätzlich für den Frauensport getan wird.

Im Gespräch mit dem Wiener Fußball-Verbandspräsidenten Kurt Ehrenberger beim Frauen Cup Finale (C) GEPA pictures / Christian Ort 

Aus frauenpolitischer aber auch aus sportlicher Sicht sei daher das Pilotprojekt „Mädchenfußball“, mit dem der ÖFB mehr Mädchen zum Sport bringen will, ein erster Schritt. Das ist wichtig für die Talentsuche, Aus- und Weiterbildung von Frauen in männer-dominierten Sportarten. Von den 15 Millionen Euro, die dem Österreichischen Fußballbund (ÖFB) an Besonderen Bundes-Sportförderungsmitteln zur Verfügung gestellt werden, stehen dem Frauenfußball derzeit rund 600.000 Euro zur Verfügung. Das innovative ÖFB-Pilotprojekt „Mädchenfußball“ wird vom Bundeskanzleramt zusätzlich mit 30.000 Euro gefördert. Insgesamt gibt es jedoch noch viel zu tun. Der Frauenanteil im Österreichischen Fußball international gesehen zu niedrig. Von den rund 600.000 aktiven Fußballerinnen und Fußballer in den über 2.200 Vereinen in Österreich seien nur 1,8 Prozent Frauen und 2,2 Prozent Mädchen. Bei unserem EURO 2008-Partner Schweiz oder in Deutschland bewegt sich der Frauenanteil im FIFA-Schnitt von zehn Prozent. Am höchsten liegt er bei den Führenden der FIFA-Weltrangliste, den USA, mit 40 Prozent.

21. Juni 2007: Sport und Heer nicht zu trennende siamesische Zwillinge

Sport und Bundesheer sind siamesische Zwillinge, die man nicht trennen kann. Das Bundesheer bringt immer wieder erfolgreiche Athletinnen und Athleten hervor.

Und Sport und Bundesheer sind Partner bei der erfolgreichen Ausrichtung von nationalen wie internationalen Sport-Großveranstaltungen in Österreich. Bei der gestrigen Festveranstaltung zum 40-Jährigen Bestehen des Heeressportverbandes, stand einmal die dritte Säule des Heeressports – neben dem allgemeinen Sportdienst und dem Leistungssport – in Österreich im Rampenlicht. Als Sportverband und Sprachorgan der über 100 österreichischen Heeressportvereine mit rund 30.000 Mitgliedern ist der Österreichische Heeressportverband (ÖHSV) für den Spitzen- und Breitensport unverzichtbar. 40 Jahre ÖHSV stehen für vier Jahrzehnte sportliche Höchstleistungen, erfolgreiche österreichische Sportlerinnen und Sportler von Weltformat sowie für eine verlässliche Partnerschaft.

In diesem Zusammenhang möchte ich aber auch Paul Gludovatz, den Trainer des ÖFB (Österreichischer Fußball-Bund)-U20-Nationalteams, zitieren. Er beklagte, dass er „nur drei von 20 Weltmeisterschafts-Kickern aus dem Heeresleistungszentren kämen“. Ich richtete in diesem Zusammenhang gestern Abend eine dringende Forderung an Verteidigungsminister Norbert Darabos punkto Mannschaftssport. Denn in den Heeres-Leistungszentren haben vor allem Einzelsportarten eine enorme Unterstützung bekommen. Für die Zukunft des österreichischen Sports würde ich mir in stärkeres Engagement in den Mannschaftssportarten wünschen. Ein Pilotprojekt mit den Handballern vor der Heim-Europameisterschaft 2010 könnte sehr positive Effekte bringen. Es wäre überlegenswert die gesamte Handball Nationalmannschaft in ein Heeres-Leistungszentrum zu integrieren.„Dort würden die Sportler hochprofessionelle Trainingsbedingungen vorfinden, die dem internationalen Vergleich jedenfalls standhalten würden und Österreich die Chance eröffneten, endlich wieder eine Mannschaft zu Olympischen Spielen zu bringen.

Mit Verteidigungsminister Norbert Darabos und Generalstabchef Roland Ertl beim Festakt zum 40-jährigen Bestehen des Österreichischen Heeressportverbands im Wiener Schloss Laudon (C) HBF / Livio Srodic

20. Juni 2007: Fußballakademie des GAK sichern

Der Abschied des GAK (Grazer Athletik Klub) aus der Fußball-Bundesliga ist bedauerlich, für mich als Steirer umso mehr.

Aber die gestrige Entscheidung des Ständigen Neutralen Schiedsgerichts über die vom GAK eingebrachte Klage gegen die Lizenzverweigerung für die Red-Zac-Erste-Liga-Saison 2007/08 ist zu akzeptieren.

Jetzt muss der Blick auf die sportliche Zukunft der erfolgreichen Nachwuchsarbeit gerichtet werden. Die hervorragende Nachwuchsarbeit des GAK muss erhalten bleiben und die Fußballakademie gesichert werden. Es wäre ein falsches Zeichen, diese erfolgreiche Nachwuchsarbeit nicht mehr weiterzuführen. Ich habe daher mit Bundesliga-Präsident Martin Pucher bereits Kontakt aufgenommen, um den Fortbestand der Fußballakademie des GAK sicherzustellen.

19. Juni 2007: Laufen für Wasser und Leben

Heute machte der Blue Planet Run Station in Wien. Kurz nach 8 Uhr früh kam Heiko Weiner, einer von 20 Läuferinnen und Läufern aus aller Welt am Maria-Theresien-Platz an, um machte gemeinsam mit dem ganzen Team des Blue Planet Run auf ihr Anliegen aufmerksam: Weltweit haben mehr als 1,2 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser, weltweit sterben pro Tag 6.000 Menschen, weil sie kein Trinkwasser haben.

Der Blue Planet Run führt die Athletinnen und Athleten über 24.300 km in 95 Tagen rund um die ganze Welt. Es war mir ein großes Anliegen, diese Aktion zu unterstützen und die Läufer persönlich in Wien zu begrüßen.

Sport kann gerade in der Entwicklungspolitik einen wesentlichen Beitrag leisten. Ich habe großen Respekt vor Menschen wie Jin Zidell, der 2002 die Blue Planet Run Foundation gegründet hat und vor den Sportlerinnen und Sportler, die diese Idee aktiv mittragen und damit einen Beitrag für eine bessere Welt leisten. Informationen über dieses Projekt finden Sie unter http://blueplanetrun.org

Mit den Läuferinnen und Läufern des Blue Planet Run bei ihrer Station in Wien (C) Schwarz PR / Daniell Arceneax

18. Juni 2007: SPORTUNION Steiermark

Fast 300 Delegierte aus der ganzen Steiermark kamen am vergangenen Freitag zum Landestag der SPORTUNION Steiermark nach Graz. In der ehrwürdigen Aula der Alten Universität wurde der Präsident der SPORTUNION Steiermark, Dr. Stefan Herker, in seinem Amt bestätigt. Unterstützung in seiner Arbeit bekommt er von seinen 3 Vizepräsidenten – Bezirkshauptmann Dr. Manfred Walch, Ing. Hans Polenat und Gottfried Lintschinger –und dem 10-köpfigen Vorstandsteam.

Zugleich war der Landestag der erste größere Auftritt des neu gewählten Präsidenten der SPORTUNION Österreich, Nationalratsabgeordneter Peter Haubner. Der Sportsprecher der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) im Nationalrat skizzierte in seiner packenden Rede die bisherige erfolgreiche Tätigkeit der Sportunion wie auch die anstehenden Herausforderungen. Die aktuelle Sportpolitik aus steirischer Sicht referierte anschließend Anton Gangl, Sportsprecher der ÖVP im steiermärkischen Landtag.

In meinem Referat habe ich neben der gesellschaftlichen Bedeutung des Sports vor allem die konkreten Ziele und Maßnahmen der Bundesregierung im Bereich des Sports dargestellt. Die Vorhaben der Bundesregierung bedürfen in vielen Fällen ja der Unterstützung der Dachverbände und der einzelnen Fachverbände, was natürlich zu betonen war. Dabei spielt die Sportunion eine besondere Rolle – auch die Landesgruppe Steiermark mit ihren 154.000 Mitgliedern in 654 Vereinen.

Mit dem Präsident der Sportunion Steiermark, Dr. Stefan Herker und dem Präsident der Sportunion Österreich, NAbg. Peter Haubner (C) Alfred Taucher