30. Mai 2008: Schladming 2013: Ein Tag der Freude!

Es war an Spannung kaum zu überbieten: die Zeit zwischen 18:50 Uhr und 19:01 Uhr gestern beim 46. FIS-Kongress in Kapstadt. Gemeinsam mit den Verantwortlichen der Schladminger Bewerbung fiberte ich den Worten von FIS-Präsident Gianfranco Kasper entgegen: „Die alpine Ski-Weltmeisterschaften 2013 gehen nach…..Schladming, Austria“. Die Freude, der Jubel und die Erleichterung war unglaublich groß. Aller guten Dinge sind drei, der lange Weg der Schladminger WM-Kandidaturen führte endlich zum erwünschten Ziel.

Die WM 2013-Delegation aus Schladming mit dem steirischen Landeshauptmann Franz Voves, Charly Kahr, Hans und Elisabeth Grogl, Landesrat Manfred Wegscheider, dem Schladminger Bürgermeister Jürgen Winter und Landesrat Christian Buchmann (C) Raffalt 

Mein Dank und meine Gratulation gehören vor allem ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel und dem Chef der WM-Kandidatur „Mr. Nightrace“ Hans Grogl. „Das Nightrace ist das beste Skirennen im Weltcup„, zu dieser Erkenntnis ist nicht nur Armin Assinger in seinem Buch „40 Jahre Ski-Weltcup“ gekommen, sondern auch die FIS-Vorstandsmitglieder beim 46. Kongress des Internationalen Skiverbandes in Kapstadt.

Gemeinsame Freude mit ÖSV-Präsident Peter Schröcknadel über die Vergabe der Ski-WM 2013 an Schladming (C) GEPA pictures / Hans Simonlehner 

Nach 1982 darf Schladming zum zweiten Mal eine Ski-WM organisieren, schlussendlich hat sich die kompakteste Bewerbung und das beste Konzept der kurzen Wege durchgesetzt. Jetzt geht es darum die Meisterschaften ideal vorzubereiten, ich als Sportstaatssekretär werde dazu meinen Beitrag leisten.Die Bundesregierung, der Skiverband und das Land Steiermark stehen geschlossen hinter WM-Ausrichter Schladming. Schladming ist in der Sportwelt längst zu einer „Visitenkarte für Österreich“ geworden, was die Verbindung von Sport und Eventkultur betrifft. Beim „Nightrace“ träfen sich auf der Planai jedes Jahr zehntausende begeisterte Besucherinnen und Besucher, heuer mit über 50.000 gleich viele Menschen, wie ins EURO-Ernst-Happel-Stadion passen. Diese Stimmung und Emotion wollen wir auch bei den Weltmeisterschaften erzeugen, um für ein unvergleichliches Sportfest zu sorgen.

29. Mai 2008: "Eleven Minutes"-Kurzfilmrolle

Kunst und Kultur haben von Beginn an eine große Rolle bei den Vorbereitungen der Bundesregierung auf die EURO 2008 gespielt. Mit rund 1.100 Gästen und im Beisein zahlreicher Prominenz stand daher auch das Kurzfilmfestival VIS – Vienna Independent Shorts im Wiener Gartenbaukino ganz im Zeichen der EURO. Quasi zum Ankick wurde die Weltpremiere der österreichisch-schweizerischen Fußball-Kurzfilmrolle „Eleven Minutes“ präsentiert. Aufgrund der großen Nachfrage gab es sogar eine Zusatzvorstellung.

Wiener Gartenbaukino im Zeichen der Fußball-EURO: Die österreichisch-schweizerische Kurzfilmrolle "Eleven Minutes" feierte ihre Weltpremiere (C) Severin Dostal 

Film und Fußball sind die zwei großen weltweiten Phänomene der letzten 100 Jahre. Beide haben einen weltweiten Siegeszug über die Erde angetreten und sind Teil unser aller Lebens geworden. Film und Fußball sind eine gemeinsame Sprache für Menschen aus aller Welt geworden und haben mitgeholfen die unterschiedlichsten Kulturen miteinander zu verbinden. Deshalb freut es mich sehr diese beiden Phänomene nun zusammen in diesem länderübergreifenden Kurzfilm-Projekt vereint zu sehen. Die Fußball-Kurzfilme machten richtig Lust auf Fußball durch Kultur und umgekehrt. Dabei treten die 11 Minuten lang dauernden Filme von vier österreichischen Regisseuren – Peter Hörmanseder, Benedikt Rubey/Wolfgang Murnberger, Johanna Moder und Eva Hausberger – im zwei Mal 45 Minuten dauernden Match gegen fünf Schweizer Kollegen an.

Sportstaatsekretär Reinhold Lopatka und der Schweizer Botschafter Oscar Knapp im Eröffnungsgespräch mit Moderator Michael Ostrowski (C) Katharina Roßboth  

Die junge steirische Regisseurin Eva Hausberger porträtiert mit ihrem Film „Kopfball“ das eigenwillig-amüsante Fan-Verhalten im kleinen Wiener Derby Vienna gegen Sportklub. Diagonale-Preisträgerin Johanna Moder behandelt „Mit Blick auf Wien“ alltagsübliche Ausländerfeindlichkeit bei der Wohnungssuche. Die männliche Hauptrolle spielt der SV-Ried-Spieler Sebastián Martínez. „Schwarze Perlen“ von Benedikt Rubey und Wolfgang Murnberger ist ein Kurzdokumentarfilm über die Fußballmannschaft „Black Pearls„, die im Flüchtlingslager Traiskirchen von schwarzafrikanischen Asylwerbern gegründet wurde und deren Mitglieder von einem Platz in der österreichischen Nationalmannschaft träumen. Peter Hörmanseder, bekannt als Kabarettist der Gruppe „maschek“, liefert in „Replay ’08″ mit Christoph Grissemann und Dirk Stermann eine experimentelle Persiflage auf das legendäre Länderspiel Österreich–Deutschland 1978 in Córdoba.

Sportstaatsekretär Reinhold Lopatka mit Moderator Michael Ostrowski: "90 min dauert ein Fußballspiel, 90 min fliegt man von Wien nach Zürich, 90 min schmort ein mittlerer Braten, 90 min dauert eine zweistündige Vorlesung an der Uni, 90 min dauert diese Kurzfilmrolle!" (C) Severin Dostal 

Das Projekt „Eleven Minutes“ wird unter anderem von „2008 – Österreich am Ball“, vom Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMeiA), von der Stadt Wien und dem Land Niederösterreich finanziert. Jetzt geht die Kurzfilmrolle auf Tournee durch die Österreichischen Kulturforen von Mailand bis New York. Zeitgleich touren die „Eleven Minutes“ durch elf Städte in Österreich.

www.elevenminutes.at

www.viennashorts.com

28. Mai 2008: Südafrika will mit Knowhow aus Österreich WM 2010 zum Erfolg machen

11 Tage vor Beginn der EURO bin ich mit dem Verantwortlichen für die FIFA Fußball-WM 2010 in Südafrika zusammen getroffen. Im Gespräch mit dem politischen Chef des WM-Organisationskomitees Essop Pahad zeigte dieser großes Interesse und Lob für die EM-Vorbereitungen in Österreich und der Schweiz. Für 24. Juni 2008 ist während der EURO auch ein Südafrika-Tag u.a. mit prominenten afrikanischen Spitzenfußballern angesagt.

Minister im Präsidialamt und politisch Verantwortlicher des WM-Organisationskomitees Essop Pahad (C) StS Sport 

„Die FIFA Fußball-WM 2010 soll mit Knowhow aus Österreich ein Erfolg werden“, sagte Essop Pahad. Daher wird während der EURO auch eine 50-köpfige Delegation nach Österreich kommen, um vor allem in den Bereichen Sicherheit, Verkehr und Organisation von der EURO 2008 zu lernen. Am 24. Juni gibt es einen Südafrika-Tag in Wien, zu dem Didier Drogba (Elfenbeinküste) und Samuel Eto’o (Kamerun) ihr Kommen zugesagt haben. Während Österreich das EURO-Fieber spürt, haben österreichische Unternehmen bereits die Teilnahme am Finale der WM 2010 in Südafrika sicher – die Firmen Rieder & Valenta liefern die Vertafelungen für die Außenhülle des „Soccer City„-Stadions in Soweto/Johannesburg, dem größten WM Stadion in dem 94.000 Fans Platz finden werden, während die Fa. Felbermayr mit deren Spezialkränen vor Ort aktiv ist.

Österreichische Firmen beim Bau des 94.000 Besucher-Stadions "Soccer City", Sportstaatssekretär Dr. Reinhold Lopatka am Bild mit Mag. Wolfgang Rieder (Geschäftsführer Fa. Rieder), Mag. Martin Meischl (stv. Handelsdelegierter Südafrika) und Mag. Aloisia Wörgetter (Gesandte Botschaft Pretoria) (C) Österreichische Außenhandelsstelle 

Neben den infrastrukturellen und organisatorischen Vorbereitungen waren natürlich die gewalttätigen Unruhen in Johannesburgs Township Alexandra Thema der Gespräche. Der Minister im Präsidentenamt und WM-Verantwortliche Essop Pahad führt auch den Vorsitz jener Kommission, die die Ursachen der Unruhen gegen afrikanische Zuwanderer klären soll. Pahad bekräftigte, dass alles für ein rasches Ende der Gewalt-Eskalation und einen friedlichen Ablauf der Fußball-WM getan werde. Auch die FIFA vertraute zuletzt auf die Fähigkeit der WM 2010-Organisatoren, die Sicherheitslage in den Griff zu bekommen. Es ist zu wünschen, dass das WM-Veranstalterland dann wieder positive sportliche Schlagzeilen schreiben kann. Die EURO selbst wird in Südafrika in Form von zahlreichen Public Viewings sichtbar sein und positive Fußball-Stimmung verbreiten.

Inhaberin einer Taverne in einem Township, in dem Public Viewings der EURO 2008 dank Mittel der österreichischen Botschaft veranstaltet werden (C) Österreichische Außenhandelsstelle

27. Mai 2008: Ministranten aus Grafendorf siegten

Eine Gemeinschaft lebt von jenen, die mehr machen, als es ihre Pflicht ist – dazu gehören in besonderem Maß die Ministranten, die sowohl in der Kirche als auch am Fußballplatz aktiv sind. Beim „Minis4Goal“-Fußballturnier kämpfen 20 Ministrantenteams aus der Steiermark in der Hartberghalle um den Titel des Fußball-Diözesanmeisters. Der Sieger lautete wie im Vorjahr Grafendorf.

Ehrengäste mit Ministrantengruppe aus Krieglach/Langenwang (C) StS Sport 

Die 20 Mannschaften wandelten auf den Spuren eines ganz berühmten Ministranten-Fußballers – Sebastian Prödl. Der ÖFB-Teamspieler hatte hier mit seiner Heimatpfarre Kirchberg seinen ersten großen Turniererfolg. Gemeinsam mit Sportbischof Franz Lackner unterstützten wir alle Teams beim 4. steirischen Ministranten Fußballturnier lautstark.

 Unterstützung von Politik, Kirche und Sport: Weihbischof Franz Lackner und Mario Sonnleitner vom SK Puntigamer Sturm Graz (C) StS Sport

Vorjahressieger Grafendorf war auch heuer nicht zu stoppen. Im Finale besiegten sie die Mannschaft aus Graz-West. Platz drei sicherten sich die Ministranten aus Langenwang-Krieglach. Einen Preis gab es aber für alle teilnehmenden Mannschaften, pro Team überreichte ich ein „EURO Fieber“-Buch zur Einstimmung auf die EURO 2008.

Kapitän und Torschützenkönig (11 Tore) Patrick Glatz aus Grafendorf übernahm das "EURO Fieber"-Buch (C) StS Sport

26. Mai 2008: Basketball: Fürstenfeld holt erstmals Meistertitel

Es war ein echtes Herzschlagfinale beim Showdown der Oberwarter Gunners und der Fürstenfeld Panthers in der Österreichischen Basketball-Liga (ÖBL). Nach vier Heimsiegen in vier Partien fiel die Entscheidung im alles entscheidenden fünften Finalspiel gestern in Oberwart zwei Sekunden vor Schluss. Die Panthers holten mit einem 89:88-Auswärtserfolg den ÖBL-Meistertitel erstmals nach Fürstenfeld.

Die Fürstenfeld Panthers jubeln über ihren ersten Meistertitel (C) GEPA pictures / Hans Oberländer 

Die Finalserie 2008 wird nicht nur wegen der knappen Entscheidung in Erinnerung bleiben. Fast 10.000 Zuschauer haben die fünf Partien live erlebt, beim Finale war die Oberwarter Sporthalle mit neuem Österreich-Rekord von 2.800 Besucherinnen und Besuchern bis auf den letzten Platz gefüllt. Das ist nur ein schwacher Trost für den verpassten ersten Meistertitel der Südburgenländer, aber nirgends in Österreich wird Basketball so zelebriert und gefeiert wie in Oberwart, wo wirklich Kind und Kegel ausrücken, um bei Heimspielen für ihr Team zu jubeln.

Mit Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl und Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Steindl beim Basketball-"Thriller" (C) GEPA pictures / Hans Oberländer 

In diesem Jahr schmeckt der zweite Platz besonders bitter, waren die Südburgenländer doch sowohl nach dem Grunddurchgang als auch nach der Hauptrunde an der Spitze gestanden und als „Nummer eins“ ins Play-off gegangen.
Für die Gunners bleibt die fünfte Vizemeisterschaft, ein Jay Youngblood, der zum „wertvollsten Spieler“ (MVP) der Saison gekürt wurde, und mit Ante Perica der „wertvollste Coach“ (MVC). Ausgelassenen Jubel gab es natürlich bei den Oststeirern, die sich über die erste Meister-Trophäe freuten. 17 Jahre haben die Panthers auf diesen Augenblick gewartet.

23. Mai 2008: Große Vorfreude auf den österreichisch-kroatischen EM-Auftakt

Ich freue mich bereits auf den österreichisch-kroatischen Europameisterschafts-Auftakt am 8. Juni. Beim gemeinsamen Besuch des Fußball-Europameisterschafts (EURO 08)-Teamcamps der Kroaten in Bad Tatzmanndsdorf berichtete die kroatische Sportstaatssekretärin Zrinka Kovacevic bereits vom Ausbruch des EURO 08-Fiebers in ihrer Heimat. Wer die fußballbegeisterten Kroaten kennt, weiß, dass wir mit einer euphorischen Stimmung rechnen können. Mehr als 100.000 Kroaten werden während der EURO 08 zu Gast in Österreich sein. Vor allem in Klagenfurt und Wien werden die Gäste im Stadion und in den Public Viewing Areas erwartet.

Die kroatische Sportstaatssekretärin Zrinka Kovacevic und ihr österrreichischer Amtskollege besuchen gemeinsam das Teamcamp der krotischen Nationalmannschaft in Bad Tatzmannsdorf während der Fußball-Europameisterschaft. im Bild von links: Bürgermeister Ernst Karner, AVITA-Hoteldirektor Andreas Lonyai, Landesrätin Michaela Resetar, Reinhold Lopatka, kroatische Sportstaatssekretärin Zrinka Kovacevic, LH-Stv. Franz Steindl, kroat. Sportamtsdirektor Zeljko Klaric, Tourismusdirektor Dietmar Lindau (C) StS Sport 

Wir sind organisatorisch bestens vorbereitet und die Sicherheit ist das Wichtigste für ein friedliches Fußballfest. Die Zusammenarbeit mit dem Offiziellen Kroatien läuft hervorragend, 31 speziell geschulte kroatischen Polizisten werden während der EURO 08 in Österreich im Einsatz sein. Aus sportlicher Sicht wird die kroatische Nationalmannschaft in Bad Tatzmannsdorf ideale Bedingungen für die EURO 08 vorfinden. Kovacevic sprach vom besten Camp, das ein Nationalteam je vorgefunden hat. Und Kroatien war immerhin schon dritter bei einer Weltmeisterschaft. Rund eine halbe Million Euro wurden von Bund und Land in die Trainingsanlagen der kroatischen Nationalmannschaft investiert. Laut dem Schweizer Magazin „20Minutes“ wurde das „Team Base Camp Croatia“ überhaupt zum Besten aller Teamquartiere der EURO 08 gewählt. Das ist eine besondere Auszeichnung für Bad Tatzmannsdorf. Die beiden Fußballplätze sind eine nachhaltige Investition in die Zukunft. Es werden in Zukunft viele Fußball-Mannschaften zum Training kommen.

Summa summarum ist die EURO 08 weit mehr als ein Fußballereignis, es ist ein touristischer und wirtschaftlicher Glücksfall für Österreich. Laut einer aktuellen Studie von „SportsEconAustria“ über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Jahrhundertevents wird mit einer Wertschöpfung von über 640 Millionen Euro für die österreichische Wirtschaft gerechnet. Speziell die burgenländisch-steirische Thermenregion mit der österreichischen Nationalmannschaft in Stegersbach, dem kroatischen Team in Bad Tatzmannsdorf und dem polnischen in Bad Waltersdorf wird als Zentrum der EURO 08 besonders profitieren. Die Vorfreude der Burgenländer auf die Spieler rund um Kapitän Niko Kovac ist jedenfalls groß, schließlich leben im Burgenland mehr als 20.000 Burgenland-Kroaten. Was Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Steindl so ausdrückte: „Im Burgenland werden sie niemanden auf der Straße finden, weil alle das Match schauen. Wir wissen zwar nicht wie es ausgeht, aber wir wissen schon jetzt wer der Gewinner ist: das Burgenland!“

22. Mai 2008: Bundesregierung verschärft Kampf gegen Doping

Die Bundesregierung setzt drei weitere glaubwürdige Schritte für einen erstzunehmenden Kampf gegen Doping im Sport. Mit den gestern im Ministerrat beschlossenen Verschärfungen des Anti-Doping-Gesetzes, dem Hearing für den Geschäftsführer der unabhängigen Anti-Doping-Kontrolleinrichtung NADA Austria und der Ausweitung des Anti-Doping-Pilotprojekts „Der Gläserne Athlet“ durch den Österreichischen Radsportverband (ÖRV) zeigt Österreich EU-weit die Ernsthaftigkeit des Themas auf. Insgesamt verdoppelt der Bund die finanziellen Mittel für die NADA Austria auf 1,2 Millionen Euro.

Bei der Pressekonferenz mit Chefredakteur von Bike-Media Mag. Andy Blümel, Mag. Harry Horschinegg vom ISMB, und Präsident des Radsportverbandes Gen.Dir. Otto Flum (C) HBF / Pusch 

In Österreich gehen wir mit den neuen strafrechtlichen Bestimmungen für das In-Verkehr-bringen, das Verabreichen, den Besitz ab einer gewissen Menge und dem Blutdoping einen sehr restriktiven Weg. Neu im Gesetz ist auch die Möglichkeit der Beiziehung von Polizeiorganen beispielsweise bei Kontrollen in Fitnesscentern. Es ist klar, dass der Kampf gegen Doping ein permanenter Prozess ist, der dauernder Nachjustierungen Bedarf, wie das mit dem Entwurf eines Bundesgesetzes, mit dem das Anti-Doping-Bundesgesetz 2007, das Arzneimittelgesetz und das Rezeptpflichtgesetz geändert werden, geschieht. Diese Novelle soll noch vor Beginn der Olympischen Spiele in Peking, noch am 1. August 2008 in Kraft treten. In einem zweiten Schritt wird es im Herbst eine weitere Novelle geben, in der die technischen Standards der WADA nach deren Beschlussfassung und Vorliegen der beglaubigten deutschen Übersetzung sowie die von der WADA vorgeschlagenen Empfehlungen und Änderungen des derzeitigen Gesetzes eingearbeitet werden.

Die Ausweitung des Pilot-Projekts "Gläserner Athlet" durch den Österreichischen Radsportverband wurde auch von Projektleiter Franz Stocher und Otto Flum präsentiert (C) HBF / Pusch 

Als dritten Schritt im Kampf für einen sauberen Sport konnte ich bei einer gemeinsame Pressekonferenz mit ÖRV-Präsident Gen.Dir. Otto Flum, Mag. Harry Horschinegg vom Institut für medizinische und sportwissenschaftliche Beratung (IMSB) und Radweltmeister Franz Stocher die Ausweitung des Pilot-Projekts „Gläserner Athlet“ durch den Österreichischen Radsportverband präsentieren. Der ÖRV beteiligt sich an der Ausweitung des Vereins-Projekts auf den Profiradsport mit fünf namhaften österreichischen Spitzenfahrern – Thomas Rohregger (Elk Haus), Christoph Sokoll (Volksbank), Josef Kugler (KTM Junkers), Matthias Krizek (Team Tyrol), Franz Grassmann (Resch Gourmetfein Wels) und möchte 2009 mit einem umfassenden, österreichweiten Projekt starten, das ich vom Staatssekretariat für Sport finanziell unterstützen werde. Mit dem innovativen Pilotprojekt der Niederösterreichischen RadUnion von Franz Stocher gefördert vom Sportstaatssekretariat wurde auf Vereinssportebene (U23) ein Modell für einen sauberen (Rad)Sport gestartet, das heuer bereits ins zweite Jahr geht und für mich ein Vorzeige-Präventions-Modell für den gesamten österreichischen Sport ist.

21. Mai 2008: Erfolgreicher Start des Integrationspreis Sport

Ich freue mich über den erfolgreichen Start zum Integrationspreis Sport. Fünf außergewöhnliche Sportintegrationsprojekte wurden erstmals ausgezeichnet. Gerade die Sportvereine leisten sind ein wirkungsvoller Schlüssel zur Integration. Die gemeinsame Aktivität beim Training wie auch in Wettkämpfen stärkt und fördert die Integration von Migrantinnen und Migranten in Österreich in mehrfacher Hinsicht. Daher ist es mir ein besonderes Anliegen gewesen, die zahlreichen Beispiele von gelungener Integration einmal „vor den Vorhang“ zu holen und den Ehrenamtlichen im Rampenlicht der Öffentlichkeit Anerkennung zu zollen.

Bei der Preisverleihung mit Caritasdirektor Dr. Michael Landau, Obmann des Vereines zur Integration durch Sport Harald Himmer, Präsidentin der WKÖ Wien Brigitte Jank und Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit Christine Marek (C) HBF / Pusch 

Für den „Integrationspreis Sport 2008“ wurden mehr als 80 Projekte aus ganz Österreich von Schwimmen über Fußball bis hin zu Ringen eingereicht. Im Fall des Hauptpreises für den „Integrationssportplatz“ im burgenländischen Neudörfl hat sich die Jury für ein Projekt entschieden, bei dem sich die ganze Dorfbevölkerung engagiert, „ihre“ Migranten zu integrieren. Dieses positive Signal des Miteinanders von Pfarre, Gemeinde, Sportklub und Volksschule hat überzeugt. Auch die vier weiteren Preisträger – das Schwimmprojekt „Ein echter Wiener geht nicht unter“ (ASV Wien), das Laufsportprojekt „Muslimische Frauen beim Frauenlauf“ (Verein „Junge Musliminnen Österreich“), das multisportiven Schulprojekt „Integration als Selbstverständlichkeit“ (HTL Wien Favoriten) und das von Toni Polster unterstützte Fußballprojekt „FairPlay & Integration“ (ATSV Lenzing OÖ) – punkteten durch ihren Zugang, Kinder und Mädchen anzusprechen, die sonst nicht die Möglichkeit hätten, Sport zu betreiben.

Der Hauptpreis ging an das burgenländische Projekt der Caritas "Integrationssportplatz Neudörfl" (C) HBF / Pusch 

Gewinner sind alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, weil sie in ihrer täglichen Arbeit gezeigt haben, dass Integration möglich ist. Und gelungene Integration ist für alle Beteiligten ein Gewinn. Österreich kann nur davon profitieren, wenn wir die Talente und Kompetenzen der Menschen, die zu uns kommen, als Chance sehen und nutzen. Im Sport gelingt das bereits. Mein Dank gilt den Sponsoren – Hauptpreis zu Euro 5.000,- (Erste Bank), vier Preise zu je Euro 3.000,- (OMV, Samsung, Coca-Cola, Industriellenvereinigung) -, den Projektpartnern Caritas und Österreichischer Integrationsfonds sowie der Wirtschaftskammer Wien, die den „Verein zur Förderung von Integration durch Sport“ unterstützt, für ihr Engagement. In den kommenden Jahren soll der Integrationspreis Sport durch Förderungen aus dem Sport-Budget weiter ausgebaut werden und an Bedeutung gewinnen. Denn schlussendlich sind wir alle Gewinner von gelungener Integration.

20. Mai 2008: FairPlay-Aktivitäten auch für Bundesliga geplant

Rassismus ist eine der großen Gefahren des Sports. Der Kampf gegen Rassismus muss daher auch von der Politik unterstützt werden. Das FairPlay-Projekt am Wiener Institut für Entwicklungsfragen und Zusammenarbeit (vidc), das sich für einen angst- und vorurteilsfreien Umgang mit Fußball-Fans während der EURO einsetzt, soll über die EURO hinausgehen. Daher will ich die professionellen und nachhaltigen Strukturen der sozialpräventiven Fanarbeit in der Österreichischen Bundesliga und ihren Vereinen mit dem „EURO-Knowhow“ fortführen.

Sportstaatssekretär Reinhold Lopatka, 2. Nationalratspräsident Dr. Michael Spindelegger und Nationalratspräsidentin Barbara Prammer bei der Eröffnung des Anti-Rassismus-Event "Fußball verbindet! – Fußball. Versteht sich!" im Parlament (C) GEPA pictures / Reinhard Müller 

Fans sind das Herzstück dieser Europameisterschaft. Ohne ihren Enthusiasmus, ihre Lebensfreude und Begeisterung wäre eine solche Veranstaltung undenkbar. Umso mehr freuen wir uns auf unsere Gäste, haben ihnen gegenüber aber auch die Verpflichtung, ihren Aufenthalt in Österreich zu einem unvergesslichen, positiven Erlebnis zu machen. Ich unterstütze die von FairPlay während der EURO durchzuführenden Projekte von ganzem Herzen, da sie heute zur professionellen Abwicklung einer Großsportveranstaltung gehören. Deshalb werden für Fanarbeit und Anti-Rassismus-Projekte während der UEFA EURO 2008 in Österreich 300.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Peter Schöttel, Steffen Hofmann, Sebastian Martinez, Anton Pfeffer und eine Jugendauswahl am Fußballfeld im Parlament anläßlich der Eröffnung des Anti-Rassismus Events (C) GEPA pictures / Reinhard Müller

FairPlay koordiniert die Fanbotschaften im Rahmen der Fan- und BesucherInnenbetreuung, die Organisation von Antidiskriminierungsmaßnahmen im Umfeld des gesamten Turniers und das in der Schweiz, Liechtenstein und Österreich durchgeführte Schulprojekt EUROSCHOOLS 2008.

http://www.fairplay.or.at

19. Mai 2008: Fussball verbindet – Volleyball, Rugby und die Jugend

19 Tage vor der EURO läutete ich mit den Verantwortlichen des Österreichischen Volleyball- und des Rugby-Verbandes das „Finale“ der Ballsportinitiative der Bundesregierung im Rahmen der „2008 – Österreich am Ball“-Trophy ein. Es ist erfreulich, dass sich aon hotVolleys-Präsident Peter Kleinmann und der Präsident des Österreichischen Rugby Verbandes, Andreas Schwab, mit der „Park Volley“-Trophy und der „Schulrugby“-Trophy im Breiten- und Schulsportbereich engagieren und damit gleichzeitig Werbung für die EURO 2008 in Österreich Land machen.

Die "aon hotVolleys" veranstalten am 22. Mai 2008 die "1. Intersport Eybl Park Volley Championship powered by '2008 - Österreich am Ball'" (C) GEPA pictures / Philipp Schalber 

Die EURO 2008 soll in Österreich vor allem die Jugend auch nach dem Finale am 29. Juni nachhaltig für Bewegung und Sport begeistern, das ist der größte und nachhaltigste Nutzen, den wir durch das Jahrhundertsportereignis neben den positiven wirtschaftlich-touristischen Effekten erzielen können. Am 22. Mai 2008 wird im Auftrag des Volleyballverbandes die „1. Intersport Eybl Park Volley Championship powered by ‚2008 – Österreich am Ball’“ durch die „aon hotvolleys“ durchgeführt. Dabei handelt es sich um eine neue, innovative Form des Volleyballspiels, bei dem U14-, U18-Mannschaften im Nachwuchsbereich sowie Hobbyspieler und Spieler überregionaler Ligen in Vierer-Teams mit zumindest zwei Frauen bzw. Mädchen gegeneinander auf „Rasen“ antreten.

"7's Rugby Schülerturnier" mit Teilnehmern aus österreichischen Bundesländern und Ungarn ist bereits die zweite Aktivität des Österreichischen Rugbyverband im Rahmen der "2008 - Österreich am Ball"-Trophy (C) GEPA pictures / Philipp Schalber 

Der Rugbyverband startet bereits seine zweite Aktivität im Rahmen der „2008 Österreich am Ball“-Trophy: Als Startevent zu einer groß angelegten Schulsportoffensive wird am 24. Mai 2008 ein „7´s Rugby Schülerturnier“ mit Teilnehmern aus mehreren österreichischen Bundesländern und Ungarn ausgetragen. Mit seiner Schulsportoffensive leistet der Österreichische Rugbyverband einen wichtigen Beitrag zu mehr Bewegung und Sport an unseren Schulen.