31. Juli 2008: Bernhard Kohl heute ein Großer des österreichischen Sports

Noch vor wenigen Tagen trat Bernhard Kohl bei der 95. Tour de France kräftig in die Pedale und sorgte mit seinem dritten Gesamtrang für die Sensation der Tour – heute kehrte er in seine Heimat Niederösterreich zurück. Gemeinsam mit 30 Rauchfangkehrer-Kollegen und seinem Lehrherr Josef Stöger, selbst begeisterter Radfahrer in den 70er Jahren, dankten wir dem neuen Sport-Idol vor seinem Start beim „Nightrace“ in Waidhofen an der Ybbs für seine Leistungen für den österreichischen Sport und überreichten Bernhard Kohl einen Zinnehrenteller des Sportstaatssekretariats.

Auch Lehrherr Josef Stöger gratuliert seinem ehemaligen Lehrling (C) HBF / Livio Srodic 

Bernhard Kohl hat dafür gesorgt, dass wieder mehr über den Radsport und weniger über Doping-Skandale gesprochen wird. Der österreichische Sport braucht Idole wie ihn, damit sich in seinem Fahrwasser wieder junge Nachwuchs-Sportlerinnen beziehungsweise -Sportler für den Sport begeistern und an die Spitze herangeführt werden können. Und der Tour-„Bergkönig“ Kohl ist der Beweis dafür, dass großartige Leistungen auch ohne Doping erbracht werden können. Mit seinen „sauberen Siegen“ leistet Kohl auch einen gewichtigen Beitrag zum Anti-Doping-Projekt „Der Gläserne Athlet“ des Sportstaatssekretariats gemeinsam mit dem Österreichischen Radsportverband (ÖRV).

Überreichung des Ehrentellers aus Zinn an "Tour-Bergkönig" Bernhard Kohl (C) HBF / Livio Srodic 

Im April 2007 wurde der „Gläserne Athlet“ als eine Initiative des Sportstaatssekretariats mit dem vom Ex-Weltmeister Franz Stocher gegründeten Radteam „NÖ RadUnion“ und dem IMSB-Austria gestartet. Seit 2008 beteiligt sich der ÖRV an der Ausweitung des Vereins-Projekts auf den Profiradsport mit fünf namhaften österreichischen Spitzenfahrern – Thomas Rohregger, Christoph Sokoll, Josef Kugler, Matthias Krizek, Franz Grassmann – und möchte 2009 mit einem umfassenden, österreichweiten Projekt starten. Der neue Sport-Superstar Bernhard Kohl ist ein Vorbild für viel junge Athletinnen und Athleten und Ansporn für unseren gemeinsamen Kampf um einen Doping-freien Sport.

30. Juli 2008: Mirna Jukics Höhenflug mit Europarekord vor Olympia

Einen Meilenstein für den österreichischen Schwimmsport konnte Mirna Jukic im Zuge der 63. Österreichischen Staatsmeisterschaften 2008 in Schwechat legen. Sie knackte den knapp acht Jahre alten Europarekord über 200 m Brust. Mit einer Zeit von 2:23,90 unterbot sie diesen um 13/100 Sekunden. Mit diesem Höhenflug zählt Mirna Jukic damit zu den österreichischen Medaillen-Favoritinnen für Olympia.

 Bei der Siegerehrung von Mirna Jukic die bei den 63. Österreichischen Staatsmeisterschaften den Europarekord knackte (C) GEPA pictures / Günter Artinger

Mirna Jukic hat als insgesamt dritte OSV-Athletin im modernen Schwimmsport einen Europarekord fixiert, allerdings als Erste auf der Langbahn. Davor war das Maxim Podoprigora, ebenfalls über 200 m Brust, und Markus Rogan, auch aktueller Weltrekordhalter über die lange Rückendistanz, mehrfach über 200 m Rücken jeweils auf der Kurzbahn gelungen. Die Europameisterin hat sich mit ihrem Europarekord im ewigen Langbahn-Ranking über 200 m Brust in die Top Ten geschoben. War sie vor dem EM-Finale im März in Eindhoven mit ihrem Langbahn-Rekord von 2:25,18 Minuten noch 19. gewesen, rangiert die Wienerin nun auf Position sieben. In der Weltrangliste des Jahres 2008 ist sie überhaupt die Drittschnellste. Im ohnehin sehr starken österreichischen Olympia-Team ist jetzt sicher der Hunger auf Mehr entbrannt.

29. Juli 2008: FH Sport ist Qualitätssprung für Trainerausbildung!

In Österreich besteht akuter Aufholbedarf was hochqualifizierte Trainer betrifft, denn die Zeit der Ehrenamtlichkeit im Spitzensport ist längst vorbei. Unser Ziel muss es sein, dass in absehbarer Zukunft bei Spitzentrainer-Entscheidungen wie beim ÖFB-Teamchef österreichische Lösungen auf der Tagesordnung stehen und kein Ausnahmefall sind. Die Qualität der Trainer/innen ist ausschlaggebend für die Leistung, die Sportler erbringen. Daher ist der neue Hochschullehrgang „Sport und Training“ als Qualitätssprung für die Trainerausbildung sehr zu begrüßen, weil er ein weiterer Baustein für unser Gesamtkonzept zur Professionalisierung des Trainerwesens bedeutet.

Präsentation des FH-Bachelorstudiengangs "Training und Sport" an der FH Wiener Neustadt mit Initiator und Erfolgstrainer Prof. Gunnar Prokop (C) HBF / Andy Wenzel 

Ein erster Schritt ist mit der Erhöhung der Trainerförderung des Bundes von 1,3 Millionen (2000) auf über sechs Millionen Euro (2008) bereits durchgeführt. Jetzt gilt es die unterschiedlichen Trainerausbildungen durch das „Bundesnetzwerk Nachwuchs-Leistungssport“ zu verbinden. Als dritten Schritt strebe ich eine Anerkennung des Trainers als Beruf an. Seitens des Sportstaatssekretariats werden für die Realisierung des „Bundesnetzwerk Nachwuchs-Leistungssport“ pro Jahr 500.000 Euro zur Verfügung gestellt. Ein Bundeskoordinator vernetzt und steuert den Erfahrungsaustausch und die Synergienutzung in einem Gesamtkonzept für die Spitzensport-Einrichtungen des Bundes – Fachverbände, ÖOC, Sporthilfe, TOP SPORT AUSTRIA, BSO, Sportwissenschaftliche Koordinatoren. Ziel ist die Einrichtung von Nachwuchs-Leistungssportzentren in den Ländern mit einer bundesweiten Vernetzung. Der sechssemestrige FH-Bachelorlehrgang könnte künftig verstärkt in dieses Netzwerk eingebunden werden.

Sportstaatssekretär Reinhold Lopatka präsentiert 3 Punkte-Plan zur Verbesserung des Trainerwesens (C) HBF / Andy Wenzel 

Gunnar Prokop hat in Kooperation mit der FH Wiener Neustadt die Trainerausbildung auf FH-Niveau in Form eines Bachelorstudiums entwickelt. Das Bachelorstudium „Training und Sport“ ist eine Hochschulausbildung für angehende Trainer/innen im Leistungs- und Hochleistungssport, dauert sechs Semester und schließt mit dem akademischen Grad „Bachelor of Science in Natural Sciences“ ab. Zielgruppe sind Studienwerber/innen mit eigener leistungssportlicher Erfahrung. Ab 2009 wird es einen Trainerlehrgang speziell für Spitzensportlerinnen, damit sie berufsbegleitet ihren Trainer als duale Ausbildung absolvieren können. Wissenschaftsminister Dr. Johannes Hahn ist dafür sehr zu danken, weil er die Finanzierung des FH-Lehrgangs rasch genehmigt hat, 10 Prozent der jährlichen Studienplatzkosten übernimmt das Land Niederösterreich. Erst durch die Zusammenarbeit von Organisiertem Sport, Bildungs- und Wissenschaftsministerium sowie dem Sportstaatssekretariat und der Länder können wir auf akademischer Ebene international wettbewerbsfähige Spitzentrainer/innen ausbilden.

28. Juli 2008: Österreichs neuer Sport-Superstar Bernhard Kohl

Österreich hat mit Bernhard Kohl einen neuen Sport-Superstar. Sein dritter Platz in der Gesamtwertung der Tour de France ist ein Meilenstein, der weit über den österreichischen Radsport hinausgeht. Nach diesem historischen Erfolg im wichtigsten Radrennen der Welt reiht sich Bernhard Kohl künftig mit Markus Rogan, Hermann Maier, Thomas Muster, Werner Schlager oder Felix Gottwald in die Rige österreichischer Sportgrößen ein und genoss sichtlich und zu Recht die Siegerehrung auf der Champs Elysees in Paris.

Historischer Erfolg: Bernhard Kohl wurde Berkönig und erreichte darüber hinaus noch den dritten Platz in der Gesamtwertung der Tour de France (C) GEPA pictures / Panoramic 

In 21 Etappen hat er, mit Kampfgeist, Training und Teamarbeit, den Sprung auf das Podest geschafft und die Sportgeschichtsbücher umgeschrieben. Bernhard Kohl ist der erste Österreicher in der 105-Jährigen Geschichte der Frankreich-Rundfahrt, der das prestigeträchtige rot-gepunktete Trikot des besten Bergfahrers gewinnen konnte. Der dritte Platz des „Bergkönigs“ in der Gesamtwertung ist darüber hinaus die beste Platzierung eines ÖRV-Fahrers bei der Tour de France seit Adolf Christian im Jahr 1957. Das ist ein historischer Erfolg für Bernhard Kohl und den österreichischen Radsport, der dadurch einen wichtigen Impuls gerade im Jugend- und Nachwuchsbereich bekommt. Der österreichische Sport insgesamt hat einen neuen, sympathischen Super-Star gewonnen, dem in Zukunft noch viele Erfolge zuzutrauen sind.

25. Juli 2008: Karel Brückner folgt Josef Hickersberger als neuer Teamchef

Ich begrüße die Bestellung von Karel Brückner zum neuen ÖFB-Teamchef. Der 68jährige hat in den letzten sechseinhalb Jahren als tschechischer Teamchef bewiesen, dass er ein hervorragender Trainer ist. Karel Brückner kann dem österreichischen Fußball mit Sicherheit auf die Sprünge helfen. Und es wird unserem Fußball gut tun, wieder einmal einen Trainer aus dem Ausland zu haben. Man muss sich nur ansehen, was der Trainer-Routinier aus der tschechischen Mannschaft gemacht hat. Sie waren bei großen Turnieren immer dabei und haben gute Figur gemacht. Positiv ist auch die einhellige Unterstützung der Bundesliga und der Landespräsidenten für diese Entscheidung.

Österreichischs Fußball-Nationalmannschaft (C) GEPA pictures / Markus Oberländer 

Karel Brückner hat die tschechische Auswahl zur EM 2004 nach Portugal, zur WM 2006 nach Deutschland und bekanntlich auch zur EM 2008 nach Österreich und in die Schweiz geführt und damit alle Qualifikationen, zu denen er als tschechischer Teamchef angetreten ist, überstanden. Die tschechische Nationalmannschaft war unter Brückner zeitweise sogar Zweiter in der FIFA-Weltrangliste. Jetzt steht er mit der österreichischen Nationalmannschaft vor großen Herausforderungen. Immerhin muss die Truppe in gut einem Monat gestellt sein, startet doch nach dem Freundschaftsspiel gegen Weltmeister Italien (20. August) schon am 6. September 2008 die WM-Qualifikation – mit dem wichtigen Heimspiel gegen Frankreich. Im Oktober geht es dann gegen die serbische Elf in Wien.

Karel Brückner und Josef Hickersberger (C) GEPA pictures / Philipp Schalber 

Karel Brückner gilt wie Josef Hickersberger als Vaterfigur, was ihm den Spitznamen „weißer Vater“ einbrachte. Gerade für die jungen Spieler wird er wichtige Impulse geben können. Er ist einer der erfahrensten und erfolgreichsten Trainer einer Nationalmannschaft in Europa und hat darüber hinaus große Erfolge in der Nachwuchsarbeit. Der 68jährige formte von 1997 bis 2001 jenes tschechische U21-Team, das im Sommer 2002 den Nachwuchs-Europameistertitel holte. Das ist die Garantie, dass der Weg, den Teamchef Hickersberger in letzten Jahren mit dem Umbau und der Verjüngung gegangen ist, fortgesetzt werden kann. Mit Karel Brückner hat der ÖFB eine ausgezeichnete Wahl getroffen. Der gebürtige Tscheche ist der fünfte ausländische ÖFB-Teamchef, nach Bella Guttmann (Ungarn), Leopold Stastny (Slowakei), Branko Elsner (Slowenien) und Otto Baric (Kroatien).

24. Juli 2008: Bernhard Kohl ist der neue Tour-Held

Der Erfolg von Bernhard Kohl bei der 95. Tour de France ist ein positives Signal für den österreichischen Radsport und zeigt, dass Erfolge auch ohne Doping möglich sind. Die Zeiten als der 7-fache Tour-Radsieger Lance Armstrong auf Interviewfragen noch meinte „Wer zum Teufel ist Bernie?“ sind spätestens nach der gestrigen Etappe auf die L´Alpe d´Huez endgültig vorbei. Der 26-Jährige Nobody aus Wolkersdorf krönte sich mit dem begehrten rot-gepunkteten Trikot und darf sich am Sonntag nach der Zieleinfahrt auf der Champs Elysees in Paris fix als Bergkönig feiern lassen.

Berhard Kohl's Erfolg ist Beweis dass es im Radsport auch ohne Doping geht! (C) GEPA pictures / Markus Oberländer 

Als erster Österreicher in der 105-Jährigen Geschichte der Frankreich-Rundfahrt sicherte sich Kohl somit die prestigeträchtige rot-gepunktete Trophäe des besten Bergfahrers beim wichtigsten Radrennen der Welt. Damit würde er einen weiteren Meilenstein der österreichischen Tour-de-France-Geschichte setzen. Georg Totschnig hatte für den ersten rot-weiß-roten Tour-Etappensieg seit Max Bulla gesorgt, der 1931 als bisher einziger Österreicher auch das Gelbe Trikot getragen hatte. Noch am Sonntag hatten Kohl wenige Sekunden von einer Top-Sensation für den österreichischen Radsport getrennt. Der 26-jährige verpasste auf der 15. Etappe das Gelbe Trikot des Spitzenreiters nur um sieben Sekunden. Die beste Gesamtplatzierung der jüngeren Geschichte erreichte Peter Luttenberger 1996 als Fünfter in Paris.

Bernhard Kohl verteidigte das begehrte rot-gepunktete Trikot auf der legendären Bergstrecke der Tour de France "L'Alpe d'Huez" (C) GEPA pictures / Herman Seidl 

Das Gelbe Trikot des Gesamt-Führenden trägt derzeit der Spanier Sastre vor seinem CSC-Teamkollegen Schleck aus Luxemburg. In der Gesamtwertung liegt Kohl nun 1:33 Minuten hinter Sastre, dem Zweiten Schleck fehlen 1:24 Minuten auf seinen Teamkollegen. Tour-Favorit Cadel Evans aus Australien liegt nur eine Sekunde hinter Kohl auf Rang vier. Also ist auf den letzten beiden Etappen noch alles möglich. Die Entscheidung im Kampf um das Podium dürfte das 53 Kilometer lange Zeitfahren am Samstag bringen, wofür Evans die besten Karten hat. Der Gesamtsieg in der Bergwertung ist Kohl dafür nicht mehr zu nehmen. Jetzt muss er nur noch am Sonntag ins Ziel kommen. Dann ist er der erste Österreicher der Geschichte, der diese Spezialwertung gewinnen wird.

23. Juli 2008: Unterstützung der Bewerbung für Volleyball-EM 2011

Österreich bewirbt sich gemeinsam mit Tschechien für die Ausrichtung der Volleyball-Europameisterschaft der Männer 2011. Rot-weiß-rot wäre dann in der nächsten Zeit praktisch permanent Austragungsland von Europameisterschaften: Nach der Fußball-EURO 2008 wird sowohl die Handball-EM 2010, möglicherweise die Volleyball-EM 2011 sowie die Olympischen Jugendwinterspiele 2012 und bereits fix die Ski-WM 2013 in Schladming durchgeführt. Das ist ein großartiger Erfolg und ein Beweis für das gute Image Österreichs als Veranstalter von Großsportveranstaltungen.

Ich unterstütze die Bewerbung der Volleyballer für die EM 2011 in Östererich (C) GEPA pictures / Christian Ort 

Ich unterstütze diese gemeinsame Bewerbung des Österreichischen und des Tschechischen Volleyballverbandes für die Europameisterschaft 2011 aus vollem Sportlerherzen, denn dadurch würde Österreich auch nach der Fußball-EURO 2008 auf der internationalen Sportlandkarte vertreten bleiben. Die Vergabe der Herren-EM (9. bis 18. September 2011), für die sich neben Österreich/Tschechien auch noch Frankreich, Dänemark, die Niederlande sowie Bulgarien/Griechenland bewerben, erfolgt bei der 29. Generalversammlung der CEV am 27. September in Madrid. Ich glaube, dass die gemeinsame Bewerbung mit den Tschechen eine gute Chance hat, den Zuschlag zu erhalten. Die Vorrunden fänden in Innsbruck, Wien, voraussichtlich Liberec und Prag statt, die Zwischenrunden in Wien und Prag. Semifinale und Finale werden in unserer Bundeshauptstadt gespielt.

 Meister aon hotVolleys Wien mit "österreichischem Weg" zur Volleyball-EM 2011 (C) GEPA pictures / Andreas Panzenberger

Auch die Initiative des aon hotVolleys-Präsident Peter Kleinmann, in der kommenden Saison auf eine starke österreichische Mannschaft zu setzen, ist sehr zu begrüßen, um so einen aon hotVolley-Block für die Österreichische Nationalmannschaft und für die Heim-EM 2011 kontinuierlich aufzubauen. Dieser österreichische Weg, in den kommenden Jahren die Legionärszahl von bisher neun auf vier bis fünf zugunsten des Nationalteams stark zu reduzieren, ist gerade für die jungen Spieler wichtig. Ein großer Schritt für die Weiterentwicklung des österreichischen Herren-Nationalteams im Hinblick auf die EM 2011 ist zudem die Teilnahme Österreichs an der Euroliga. Mit der Teilnahme an dieser europäischen Top-Liga für Nationalteams wäre man auch sportlich auf die Großen des Kontinents vorbereitet und kann gleichzeitig erste internationale Luft schnuppern. Außerdem peilen die hotVolleys neben dem Sieg in der Mitteleuropa-Liga MEVZA den Cupsieg an, wo ebenfalls nur Österreicher spielberechtigt sind.

22. Juli 2008: Olympia Höhepunkt des Supersportjahres 2008

Noch 17 Tage bis Olympia: Mit den olympischen Sommerspielen in Peking findet das Supersportjahr 2008 nach der EURO seinen Höhepunkt. Neben dem rein sportlichen Aspekt ist Olympia das weltweit größte und völkerverbindende Ereignis mit gewaltigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dimensionen. Erstmals werden vier Milliarden Menschen die Olympischen Sommerspiele live vor dem Fernseher verfolgen und 25.000 Journalisten von den 302 Wettbewerben in 28 Sportarten berichten. Die Sportlerinnen und Sportler des österreichischen Olympia-Teams haben auch eine besondere Verantwortung als „Botschafter Österreichs“.

Mit Bundespräsident Dr. Heinz Fischer und ÖOC-Präsident Leo Wallner verabschiedeten wir die Sportlerinnen und Sportler des österreichischen Olympia-Teams auch als "Botschafter Österreichs" (C) HBF / Andy Wenzel 

Medaillengewinnerinnen und –gewinner sind Idole und Idole müssen strahlen und glänzen. Und glänzen kann nur, wer sauber ist. Mit den Athletinnen und Athleten tritt das ganze Land an – als Sportnation Österreich! Die Republik Österreich hat als großer Sponsor des Sports für die Verwirklichung dieses sportlichen Olympiatraumes durch die Erhöhung der TOP SPORT AUSTRIA-Mittel von 2,6 Millionen Euro (2006) auf 4,7 Millionen Euro (2008) ihren Beitrag für eine optimale Vorbereitung geleistet. Die Gelder, die wir in den Erfolg des österreichischen Spitzensports investieren, sind sehr gut angelegt. Jetzt gilt es an die Erfolge der letzten Sommerspiele anzuschließen, was eine gigantische Herausforderung darstellt.

Im Gespräch mit Judokerin Claudia Heill bei der offiziellen Verabschiedung der österreichischen Olympia-Mannschaft in der Hofburg (C) HBF / Andy Wenzel 

Mein Dank gilt den Athletinnen und Athleten für ihren enormen Einsatz und auch die vielen Entbehrungen und Opfer, die TOP-Sportlerinnen und Sportler auf sich nehmen müssen, um in die Weltklasse vorzustoßen. So wünsche ich den Athletinnen und Athleten und uns, der Sportnation Österreich, unvergessliche Momente, Glück und Erfolg für die 29. Olympischen Spiele in Peking! Alle Augen werden auf Sie gerichtet sein. Wenn Sie Erfolg haben werden, werden auch die Österreicherinnen und die Österreicher diesen Erfolg haben. Und wenn Sie gewinnen, gewinnt der österreichische Sport.

21. Juli 2008: Olympia-Team 2008: Viele für eine Medaille gut!

Noch 18 Tage bis zu den 29. Olympischen und Paralympischen Sommerspielen: Österreich wird in Peking mit einem starken Team vertreten sein, das durchaus mehrere Medaillen holen kann. Was mich besonders freut, dass das vom Österreichischen Olympischen Comité (OÖC) für die Sommerspiele in Peking 2008 nominierte 72-köpfige Olympiateam den höchste Frauenanteil aller Zeiten hat – abgesehen von Sydney 2000, wo wir mit einer Damen-Handballmannschaft vertreten waren. Und was wichtig ist: Österreichische Spitzensportler/innen sind Botschafter für einen sauberen Sport!

 Große Medaillen-Hoffnung ruht auf den Doppel-Olympiasiegern Roman Hagara und Hans-Peter Steinacher, der bei der Eröffnungsfeier in Peking Fahnenträger des österreichischen Teams ist (C) GEPA pictures / Josef Bollwein

Medaillengewinnerinnen und –gewinner sind Idole und Idole müssen strahlen und glänzen. Daher ist es uns wichtig, dass die österreichischen Sportlerinnen und Sportler „saubere“ Siege erringen. Seitens der Sportpolitik haben wir daher in den letzten zwei Jahren ein modernes Anti-Doping-System installiert – mit Schwerpunkt auf Information, Aufklärung und Prävention, aber auch mit mehr Geld für Kontrollen, damit der Sport und die Begeisterung im Vordergrund stehen.

Das Sportland Österreich ist sehr oft bei Olympischen Spielen erfolgreich gewesen. Seit den 1. Olympischen Spielen der Neuzeit konnten österreichische Athleten/innen insgesamt 77 Goldmedaillen, 102 Silbermedaillen und 110 Bronzemedaillen erringen. Die Gelder, die wir in den Erfolg des österreichischen Spitzensports investieren, sind sehr gut angelegt. Immerhin hat Österreich bei den letzten Olympischen Sommerspielen 2004 und Winterspielen 2006 11 Gold-, 11 Silber- und 8 Bronzemedaillen gewonnen und lag in der Gesamt-Medaillenbilanz bei über 200 teilnehmenden Nationen ex aequo mit Schweden auf Platz 10.

Mit ÖOC-Präsident Leo Wallner und OSV-Präsident Paul Schauer bei der offiziellen ÖOC-Abschiedsfeier "Farewell Feier Peking 2008" für die olympische Mannschaft (C) GEPA pictures / Reinhard Müller 

Für das „Projekt Olympia 2008“ habe ich mich daher dafür eingesetzt, dass von den auf 4,7 Millionen Euro erhöhten TOP SPORT AUSTRIA-Geldern zwei Millionen gezielt für die Olympiavorbereitung verwendet wurden. So konnte jeder Teilnehmer für die Sommerspiele 2008 in Peking in der vergangenen Olympiade – also zwischen Athen 2004 bis 2008 – im Durchschnitt mit rund 100.000 Euro gefördert werden, um im Konkurrenzkampf mit den mehr als 200 teilnehmenden Nationen wettbewerbsfähig zu sein. Zusätzlich gab es mehr als 20.000 Euro aus Sporthilfegeldern für unsere Topathletinnen und –athleten.

18. Juli 2008: Österreich ist Veranstaltungsweltmeister

Österreich ist längst nicht mehr nur das Land der Gastfreundschaft. Seit der EURO 2008 ist klar, dass Österreich auch als professioneller Organisator von sportlichen Großevents mit optimaler Infrastruktur zu den Veranstaltungsweltmeistern gehört. Ein weiterer Beweis dafür war die Austragung der Europameisterschaft Jagdparcours 2008 in Leobersdorf, bei der die Teilnehmer in dieser Spezialdisziplin des Wurftauben-Schießens im Klassen- sowie im Mannschaftsbewerb gegen einander antraten.

Ohne die großartigen Leistungen des EM-Organisationsteams wäre ein so reibungsloser Verlauf des Wettkampfes an dem 27 Nationen teilnahmen nicht möglich gewesen (C) ASF / Manfred Baric 

Der Austria Sportschützen Fachverband Österreichs wurde 1952 gegründet. Mittlerweile zählt der Verband 107 Vereine mit insgesamt bereits 12.713 Mitglieder. An drei spannenden Wettkampftagen der Europameisterschaft Jagdparcours 2008 konnten die fast 1000 Teilnehmer aus 27 Ländern und Teilnehmer aus den USA, Kanada und Dubai in der Gästeklasse ihr Können an 50 Zielen pro Tag zeigen. Das Österreichische Team mit 115 Startern gehörte zu den größten Teilnehmern an dieser Europameisterschaft. Dazu zählten auch 23 Junioren und somit bildete Österreich ebenfalls die stärkste Juniorennation.

Veranstalter Josef Hahnenkamp, EM Jagdparcours-Organisatorin Verena Stuphan und ASF-Präsident Mag. Erwin Falkner freuten sich mit mir über die gelungene Ausrichtung der EM in Leobersdorf (C) ASF / Manfred Baric 

Leider konnten wir diesmal keinen Sieg feiern freuen uns jedoch mit den Siegerländern Großbritannien, Frankreich, Italien und Deutschland. Österreich als Veranstaltungsland kann sich aber als Gewinner bei der Austragung weiterer Großsportveranstaltungen zählen. Bis weit ins nächste Jahrzehnt wurde Österreich mit der Ausrichtung verschiedener sportlicher Großereignisse betraut, wie die Handball EM 2010, die Faustball EM 2011 und die Ski WM 2013 um nur einige zu nennen. Über die Austragung dieser wichtigen Sportwettkämpfe freuen sich nicht nur die österreichischen Fans sondern auch die österreichische Sportwirtschaft, die schon jetzt über 350.000 Jobs sichert und eine Bruttowertschöpfung von über 15 Mrd. Euro erzielt.