Zehn Jahre nach dem Brexit zeigt sich, dass die Menschen in Großbritannien durch diesen Schritt nur verloren haben. Aber auch die EU hat dadurch nichts gewonnen. Vor zehn Jahren erlebte ich diesen historischen Einschnitt als Vorsitzender der Parlamentarischen Freundschaftsgruppe Österreich–Großbritannien in London – unter dem Jubel des mitgereisten FPÖ-Abgeordneten. Es bleibt zu hoffen, dass die FPÖ dazugelernt hat und nicht weiterhin mit einem Öxit liebäugelt.
Im Rahmen seines Brüssel-Besuchs traf ich den oberösterreichischen Landeshauptmann Thomas Stelzer. Auch die Begegnungen mit EU-Kommissar Magnus Brunner und Christian Wigand, stellvertretender Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich, boten eine gute Gelegenheit für einen direkten Dialog über die aktuellen Herausforderungen Europas.
Gerade in Zeiten großer Herausforderungen ist eine enge Zusammenarbeit zwischen der europäischen Ebene und unseren Bundesländern von besonderer Bedeutung. Viele Entscheidungen der EU haben direkte Auswirkungen auf die Regionen. Umso wichtiger ist es, die Anliegen unserer Länder in Brüssel einzubringen und gemeinsam an einer starken Zukunft Europas zu arbeiten.
Im Rahmen der EPP Western Balkan Enlargement Conference in Sarajevo diskutierten wir unter anderem über die Führungsrolle der Europäischen Volkspartei bei der EU-Erweiterung auf dem Westbalkan. Gerade in geopolitisch herausfordernden Zeiten bleibt die Erweiterungspolitik eines der wichtigsten strategischen Projekte Europas. Die Konferenz war hochrangig besucht – so diskutierten etwa die Regierungschefs Andrej Plenkovic (Kroatien) und Milojko Spajic (Montenegro) mit dem EVP-Präsidenten Manfred Weber.
Im Rahmen der Konferenz bin ich auch mit Alumni und Stipendiaten des Robert Schuman Instituts (RSI) zusammengetroffen. Es war zugleich mein erster Einsatz als neu gewählter Präsident des RSI.
Im Europäischen Parlament in Brüssel konnte ich Schülerinnen und Schüler des Musischen Gymnasiums Salzburg begrüßen. Der direkte Austausch mit jungen Menschen ist für mich immer besonders wertvoll, denn gerade sie gestalten die Zukunft Europas mit. Es freut mich sehr, wenn junge Menschen die Gelegenheit nutzen, die Arbeit der europäischen Institutionen aus nächster Nähe kennenzulernen und einen Einblick in die europäische Politik zu erhalten.
Gerade junge Menschen für Europa zu begeistern und ihnen die Türen zu unseren europäischen Institutionen zu öffnen, ist mir ein großes Anliegen. Das Europäische Parlament den Menschen näherzubringen, ist ein zentraler Teil dieser Arbeit.
Ich freue mich sehr über meine Wahl zum Präsidenten des Robert Schuman Instituts, der Kaderschmiede der Europäischen Volkspartei. Das Institut trägt den Namen eines der Gründerväter Europas, dessen Ideen die Grundlage für Frieden, wirtschaftliche Zusammenarbeit und ein starkes Europa geschaffen haben. Gemeinsam mit EVP-Partei- und Fraktionschef Manfred Weber möchte ich dazu beitragen, junge politische Talente und künftige Führungspersönlichkeiten in Europa weiter zu fördern und auszubilden.
Das Robert Schuman Institut richtet seinen Fokus besonders auf Zentral- und Osteuropa und konnte seit seiner Gründung im Jahr 1995 bereits mehr als 13.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus- und weiterbilden. Die Trainings finden sowohl am Heimatinstitut in Budapest als auch an 12 weiteren Standorten in Europa statt – darunter auch am Campus Tivoli in Wien, der Politischen Akademie der ÖVP. Gerade in Zeiten geopolitischer Unsicherheit und wachsender Polarisierung braucht Europa Persönlichkeiten mit Haltung, Kompetenz und klarer europäischer Überzeugung.