25. Juli 2007: Entwicklungshilfe: Von der Straße in die Schule

Bei meinem Guatemala-Besuch im Zuge der Vergabe der Olympischen Winterspiele 2014 an Sotschi nutzte ich den Aufenthalt zur Suche nach Einrichtungen für Aktivitäten der österreichischen Entwicklungshilfe. Die Analphabetenrate liegt in Guatemala bei rund 45 Prozent. Das Leben vieler Kinder ist von Gewalt gekennzeichnet, spielt sich oftmals auf der Straße ab. Die große Armut beginnt schon an der Stadtgrenze der Hauptstadt, wo es nicht einmal genug Wasser gibt. Ziel ist es, Kinder aus armen Verhältnissen von der Straße in die Schule zu holen. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Sport.

Ich wollte die Einrichtungen gleich vor Ort besuchen, um mir ein Bild zu machen, welche Projekte Österreich unterstützen wird, damit klar ist, wie und wofür die Entwicklungshilfe-Gelder eingesetzt werden. Die Wahl ist jetzt nach einer Reise quer durch den mittelamerikanischen Staat auf das Projekt „Casa Hogar“ in Guatemala City und sechs bilinguale Maya-Schulen im ländlichen Gebiet gefallen. Mayas waren bislang vom Sport größtenteils ausgeschlossen. Die Landschulen sind primitiv – nur vier Wände, nicht einmal richtige Tische und Stühle. In der „Casa Hogar“ wird ein Mehrzweck-Sportplatz für Volleyball, Fußball und Basketball errichtet, in den Landschulen werden Fußballplätze gebaut sowie Radsport und Leichtathletik forciert. Im ersten Jahr fließen rund 40.000 Euro.

In der Maya-Schule (C) Günther Pilz

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