15. November 2018: Subsidiaritätskonferenz in Bregenz

Das große Projekt „Europäische Union“, das alternativlos ist, könnte mit tatsächlich gelebter Subsidiarität, das heißt, stärkerer Einbindung der nationalen, regionalen und lokalen Politik, viel bürgernäher gestaltet werden. Die EU braucht mehr Bürgernähe und mehr Bürgernähe gibt es meines Erachtens nur in einem funktionierenden System  von Subsidiarität und Verhältnismäßigkeit! Das neue Europaparlament und die neue EU-Kommission sind hier gefordert, die Vorschläge der Bregenz-Konferenz weitestgehend umzusetzen.

31. Oktober 2018: Abschiedsfeier von Bgm. Werner Gutzwar

Viele Fürstenfelderinnen und Fürstenfelder, Bürgermeisterkollegen aus der gesamten Oststeiermark und auch Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer waren gekommen, um vor dem Rathaus Werner Gutzwar für seine Leistungen für die Stadt und die Region zu danken.

Der neue Bürgermeister Franz Jost versprach, die Erfolgsgeschichte der Stadt Fürstenfeld, in der 18 der 25 Gemeinderäte und alle Stadträte von der ÖVP gestellt werden, fortzusetzen.

24. Oktober 2018: Reformationsempfang der österreichischen evangelischen Kirchen

Beim Festakt anlässlich des Reformationsempfanges der österreichischen evangelischen Kirchen plädierte der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker für „mehr Europa, als wir heute haben.“ Durch die Nationalstaatenbildung nach dem Ersten Weltkrieg sei die Frage der Minderheiten virulent geworden, die auch die Evangelischen in Europa – knapp zehn Prozent der gesamten Bevölkerung – stark betreffe.

Als Diasporakirche habe die Evangelische Kirche die Aufgabe, Verantwortung für das Ganze der Gesellschaft zu übernehmen, stehe aber auch immer in der Gefahr, „eine Art ‚religiöser Trachtenverein‘ zu werden, wo man sich nur noch um sich selbst und die eigene Tradition und den eigenen Bestand kümmert“, mahnte Bünker.

25. Oktober 2018: Brücken sind rascher abgebrochen als wieder aufgebaut!

Anlässlich eines dringlichen Antrages zum König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog in der Nationalratssitzung am Donnerstag hielt ich fest, dass es gerade jetzt Brücken zwischen den Kulturen und Orte des Dialogs brauche, auch mit Saudi-Arabien.

Die Brutalität und die Verlogenheit des saudischen Regimes im Fall des bestialisch ermordeten Journalisten Jamal Khashoggi erregt zu Recht. Hier ist die Staatengemeinschaft und die EU im Besonderen gefordert, Sanktionen gemeinsam gegen Saudi-Arabien zu ergreifen. Das KAICIID ist aber ein internationales Zentrum. Es ist keine Saudi-Arabische Einrichtung.

Das internationale Dialogzentrum KAICIID ist „Brückenbauer im interreligiösen und interkulturellen Dialog und die einzige internationale Organisation, in der führende Persönlichkeiten der fünf Weltreligionen gleichberechtigt zusammen arbeiten.“ Das hat Alt-Bundespräsident Heinz Fischer betont. Als Gegenmodell zur Gewalt ist der Dialog der einzige Weg, zu dem es keine Alternative gibt. Diese Worte zum KAICIID sind von Kardinal Christoph Schönborn.

Ich erwarte mir aber auch, dass im Rahmen des KAICIID die weltweite Situation der bedrängten und verfolgten Christen stärker angesprochen wird. Selbstverständlich müssen wir auch gegenüber dem KAICIID wachsam sein und genau hinschauen. Das tun wir!

25. Oktober 2018: Wir müssen alle unterstützen, die für Religionsfreiheit kämpfen

Der Einsatz für Religionsfreiheit ist der Einsatz für ein fundamentales Menschenrecht. Das habe ich im Rahmen der heutigen Nationalratssitzung festgehalten. Das friedliche Miteinander der Religionsgemeinschaften ist in vielen Ländern der Welt massiv gefährdet, wie etwa die Lage der koptischen Christen in Ägypten oder der muslimischen Rohingya in Myanmar zeigt.

Wir müssen aber auch bei uns im Land alles tun, dass sich jüdische Bürgerinnen und Bürger weiterhin sicher fühlen können. Europa muss diese offene und freie Gesellschaft bleiben und Österreich hier ein positives Beispiel geben!

Die Christen sind nicht nur die größte Gruppe der Gläubigen auf diesem Globus, sie sind auch die mit den meisten Verfolgten. Insbesondere in intoleranten Ländern – ob kommunistisch, islamistisch oder nationalistisch – zählen sie als Minderheit zu den Verfolgten dieser Erde.

Wir müssen alle unterstützen, die für Religionsfreiheit kämpfen. So begrüße ich es sehr, dass eine Jesidin, Nadia Murad, mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde. Sie hat die Hölle aufgrund ihres Glaubens erlebt. Sie setzt sich heute für andere ein. Noch über 3.000 Frauen sind heute versklavt in IS-Gefangenschaft.

Es gilt den Dialog der Religionsgemeinschaften voranzutreiben, um immer mehr Verständnis zu fördern und immer weniger Ausgrenzung zu erlauben! Wir dürfen nicht aufhören, uns für eine Welt einzusetzen, in der wir die Freiheit der anderen schützen, dass jeder Mensch, wo immer er lebt, seinen Glauben praktizieren kann.